Bankgeheimnis: Kanada will Auskünfte über UBS-Konten

Aktualisiert

BankgeheimnisKanada will Auskünfte über UBS-Konten

Und weiter gehts: Nun macht Kanada Druck auf die UBS und verlangt Auskünfte über Konten kanadischer Kunden bei der Schweizer Grossbank. Der UBS-Vergleich mit den USA habe Kanada «aufhorchen» lassen.

Kanada habe beim Treffen klar zum Ausdruck gebracht, dass sie Informationen über UBS-Konten mit Verbindungen zu kanadischen Steuerzahlern verlange, sagte CRA-Sprecherin Caitlin Workman am frühen Donnerstagmorgen (Schweizer Zeit) der Nachrichtenagentur SDA.

Die kanadische Regierung werde nun die Ergebnisse der Gespräche auswerten und dann entscheiden, ob weitere Treffen mit der Bank notwendig seien. Das Treffen habe beiden Seiten erlaubt, von der Komplexität der Lage Kenntnis zu nehmen.

Es seien die verschiedenen Steuergesetze der beiden Länder zur Sprache gekommen, fügte Workman hinzu. Angefragt durch die Agentur Reuters wollte UBS Canada keinen Kommentar zum Treffen mit der CRA abgeben.

UBS spricht von Telefonat

Die UBS bestätigte am Donnerstag auf Anfrage gegenüber der SDA, «dass am 2. September ein Telefonat zwischen kanadischen Behörden und UBS stattgefunden hat». Die UBS kommentiere solche Gespräche generell nicht, sagte UBS-Sprecher Serge Steiner.

Vergangene Woche hatten die Kanadier ein Treffen mit der UBS für den 2. September angekündigt. Dieses war von der UBS damals dementiert worden. Der UBS-Vergleich mit den USA hatte Kanada «aufhorchen lassen», wie der für das Steueramt zuständige Minister Jean-Pierre Blackburn kurz nach Bekanntwerden des Vergleichs vor zwei Wochen erklärt hatte.

Blackburn kündigte damals an, die kanadische Regierung wolle die Beziehung von Kanadiern zur UBS überprüfen und nach versteckten Vermögen in der Schweiz suchen. Der Minister drohte, Kanada werde auch Rechtsmittel anwenden, sollte die UBS die Zusammenarbeit verweigern. (sda)

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