Aktualisiert 08.06.2018 19:32

Für Sion 2026Kandersteg sagt Ja zu Olympia-Skispringen

Die Berner Gemeinde Kandersteg hat am Freitagabend einem Kredit über 1,2 Millionen Franken für Olympia zugestimmt.

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Die Bürger von Kandersteg BE haben am Freitagabend Ja gesagt zu einem Kredit für die Olympischen Winterspiele in Sion 2026. Mit dem Kredit von ...

Die Bürger von Kandersteg BE haben am Freitagabend Ja gesagt zu einem Kredit für die Olympischen Winterspiele in Sion 2026. Mit dem Kredit von ...

Keystone/Anthony Anex
... 1,2 Millionen Franken soll die Zufahrtsstrasse zur Sprungschanze ausgebaut werden. Bekommt Sion den Zuschlag für Olympia, ...

... 1,2 Millionen Franken soll die Zufahrtsstrasse zur Sprungschanze ausgebaut werden. Bekommt Sion den Zuschlag für Olympia, ...

Keystone/Anthony Anex
... sollen in Kandersteg das Skispringen auf der Normalschanze und die Nordische Kombination durchgeführt werden. Die Infrastruktur ...

... sollen in Kandersteg das Skispringen auf der Normalschanze und die Nordische Kombination durchgeführt werden. Die Infrastruktur ...

Keystone/Anthony Anex

Kandersteg sagt Ja zu Olympia: Die Gemeindeversammlung hat am Freitag mit überwältigendem Mehr einen Kredit von 1,2 Millionen Franken gesprochen. Mit dem Geld soll die Zufahrtsstrasse zur Sprungschanze ausgebaut werden.

Erhält Sion den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2026, sollen in Kandersteg das Skispringen auf der Normalschanze und die Nordische Kombination durchgeführt werden. Die Infrastruktur ist weitgehend vorhanden, das Nationale Nordische Skizentrum muss lediglich einen neuen Sprungrichterturm bauen – ohne Gemeindegeld.

«Wir investieren nur in Dinge, die bleiben»

Die Gemeinde müsse auch nicht für Infrastrukturen etwa für Medien und Athleten zahlen, die nach den Spielen wieder abgebrochen würden, sagte Gemeinderatspräsident Urs Weibel. «Wir investieren nur in Dinge, die bleiben» – vor allem eben die Zufahrtsstrasse. Das sollte ohne weitere Verschuldung und ohne Steuererhöhung möglich sein.

Mit den Olympischen Spielen könne Kandersteg den Tourismus langfristig stärken, warb Weibel für die Vorlage. Mache man nicht mit, fänden alle olympischen Sprungwettbewerbe in Engelberg statt. Dort würde dann eine Normalschanze gebaut, die eine dauerhafte Konkurrenz für die Kandersteger Nordic Arena wäre.

Gigantismus passe nicht zu Kandersteg

In der relativ kurzen Diskussion betonten mehrere Bürger, Olympia sei eine Chance für Kandersteg, die man sich nicht entgehen lassen dürfe. Ein einziger jüngerer Stimmbürger bekannte sich offen dazu, gegen die Spiele zu sein. Der Gigantismus passe nicht zu Kandersteg, der Anlass sei nicht nachhaltig.

Nach dem Ja der Berner Oberländer Gemeinde muss die Schweizer Olympia-Kandidatur am Sonntag eine weit höhere Hürde nehmen. Dann entscheiden die Stimmberechtigten des Kantons Wallis, ob sie Gastgeber von Olympia 2026 werden wollen. Bei einem Nein wäre das Projekt gescheitert - und damit auch Kanderstegs Ja obsolet. (sda)

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