Aktualisiert 23.06.2015 08:18

Voss-Tecklenburg«Kann auch nach einem Sieg selten schlafen»

Auch einen Tag nach dem WM-Out hat sich bei der Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg noch nichts an der Gefühlslage geändert.

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Montag, 22. JuniDie Schweizerinnen unterliegen Kanada im Achtelfinal 0:1. Damit ist das Turnier für die Eidgenossinnen beendet.

Montag, 22. JuniDie Schweizerinnen unterliegen Kanada im Achtelfinal 0:1. Damit ist das Turnier für die Eidgenossinnen beendet.

AP/Darryl Dyck
Die Kanadierinnen hingegen dürfen an der Heim-WM weiterhin auf den grossen Coup hoffen.

Die Kanadierinnen hingegen dürfen an der Heim-WM weiterhin auf den grossen Coup hoffen.

AP/Darryl Dyck
Mangelnden Einsatz kann man den Schweizerinnen nicht vorwerfen.

Mangelnden Einsatz kann man den Schweizerinnen nicht vorwerfen.

AP/Jonathan Hayward

Die Enttäuschung sitzt nach wie vor tief. Voss-Tecklenburg ist eine Trainerin, der es ohnehin nicht leicht fällt, nach einem Spiel abzuschalten. Auch die 0:1-Niederlage der Schweizerinnen gegen Gastgeber Kanada nagte an der Deutschen und raubte ihr den Schlaf. «Ich kann auch selten schlafen, wenn wir ein Spiel gewinnen», gibt sie zu. «Hätten wir dieses Spiel jedoch gewonnen, wäre ich immerhin mit einem Lächeln im Bett gelegen», sagt sie und lacht.

Traurig sei sie auch einen Tag nach dem Ausscheiden. «Wenn so wenig fehlt, fällt einem der Verarbeitungsprozess natürlich umso schwieriger», hadert Voss-Tecklenburg mit der Situation. Sie hat dabei auch die vielen guten Torchancen im Kopf, welche die Schweiz gegen Kanada nicht nutzen konnte.

Der Blick ist jetzt auf die EM-Qualifikation gerichtet

«Wenn wir im einen oder anderen Moment ein bisschen konsequenter agieren, dann machen wir das 1:1. Und dann erhalten wir eine neue Chance», analysiert sie. Nun möchte die Nationaltrainerin aber nach vorne schauen, auch wenn ihr das im Moment nicht leicht fällt. «Als Trainerin ist es wichtig, das Ganze in Ruhe aufzuarbeiten und zu analysieren.»

«Dass wir enttäuscht sind, hat nicht damit zu tun, dass wir an dieser WM enttäuscht haben», stellt die 47-Jährige klar, warnt aber sogleich davor, mit dem Geleisteten zufrieden zu sein. «Wir wollen nun auf einen neuen Level kommen», sagt sie mit Blick nach vorne. Dabei seien solche Erfahrungen wichtig. Die Momente der Niederlagen erachtet Voss-Tecklenburg ohnehin als wertvoller. «Am Ende überwiegt sowieso immer das Positive», schliesst eine optimistische Schweizer Nationaltrainerin ab.

Im Oktober beginnt für das Schweizer Frauen-Nationalteam die Qualifikationsphase für die EM 2017 in Holland. Zum Auftakt spielen die Schweizerinnen auswärts gegen Italien. Bereits im September bestreitet das Team von Martina Voss-Tecklenburg in Biel ein Testspiel.

(si)

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