Kann Benedikt XVI. die Muslime besänftigen?
Aktualisiert

Kann Benedikt XVI. die Muslime besänftigen?

Papst Benedikt XVI. hat bei seinem heutigen Treffen mit muslimischen Diplomaten zu einem aufrichtigen und respektvollen Dialog mit dem Islam aufgerufen. Auch zahlreiche führende muslimische Geistliche waren anwesend.

Er hoffe auf «Brücken der Freundschaft» zwischen Christen und Muslimen, erklärte Benedikt am Montag in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo. Die katholische Kirche achte den Islam.

Unter anderem folgten die Vatikan-Botschafter Indonesiens, Pakistans, des Libanons und des Iraks sowie 18 weitere diplomatische Vertreter der Einladung in die päpstliche Sommerresidenz in Castel Gandolfo bei Rom. Lediglich der sudanesische Botschafter nahm nicht an dem Treffen teil

Der Papst hatte am 12. September während einer Vorlesung an der Universität Regensburg den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos mit einer Äusserung zum Verhältnis von Religion und Gewalt zitiert, wonach man im Islam «nur Schlechtes und Inhumanes finden» könne. Nach empörten Reaktionen in der muslimischen Welt hatte Benedikt sein Bedauern geäussert und betont, er habe sich die zitierte Auffassung nicht zu Eigen machen wollen.

(AP/SDA)

Deine Meinung