Schnellere Bergung: Kann die Air Zermatt die Formel 1 sicherer machen?
Aktualisiert

Schnellere BergungKann die Air Zermatt die Formel 1 sicherer machen?

Schwere Unfälle wie der von Jules Bianchi sollen in der Formel 1 der Vergangenheit angehören. Die Air Zermatt will mit der Helikopter-Bergung für mehr Sicherheit sorgen.

von
hua

Der schreckliche Unfall von Jules Bianchi beim GP Japan ist bei den Formel-1-Beteiligten und den Fans immer noch omnipräsent. Der Franzose ist noch nicht definitiv über den Berg. Zum Unfall war es gekommen, weil Bianchi in einen Kran gekracht war, der einen anderen Formel-1-Boliden bergen wollte. Das soll so nicht mehr vorkommen.

Deshalb will die Air Zermatt in die Formel 1 einsteigen und per Helikopter in Zukunft dafür sorgen, dass die Boliden schneller von der Strecke entfernt werden können. «Das ist eine sichere, gute und schnelle Methode. Wir sind sehr interessiert, dass sie in der Formel 1 angewandt wird», sagt Air-Zermatt-CEO Gerold ­Biner gegenüber dem «Blick». Offenbar will die Air Zermatt neben den Helikoptern auch ihr Know-How in der Königsklasse des Motorsports einbringen.

Bereits ein erfolgreicher Einsatz

«Wir haben uns an den langen Safetycar-Phasen und an der brachialen und ver­alteten Abschleppmethodik gestört, was uns dann irgendwann einmal auf die Idee brachte, hierfür einen Hubschrauber in Betracht zu ziehen», erklärt Initiant und Pilot Samuel Summermatter. Die Idee sei um die Jahrtausendwende entstanden. Einen ersten Einsatz gab es bereits 2005 beim A1GP in Dubai, bei einer Rennserie, die es nicht mehr gibt. Damals flog Summermatter die Autos eigenhändig von der Strecke.

Ob der Deal zwischen der Formel 1 und der Air Zermatt wirklich zustande kommen wird, ist noch nicht entschieden. Von der Möglichkeit mit der Heli-Bergung hat das Gremium, das sich bis am 3. Dezember mit dem Bianchi-Unfall beschäftigt, aber immerhin bereits Kenntnis.

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