Preisaufschlag: Kann ich das Abo von Cablecom jetzt kündigen?
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PreisaufschlagKann ich das Abo von Cablecom jetzt kündigen?

Die angekündigte Preiserhöhung der UPC Cablecom hat bei einigen Lesern für rote Köpfe gesorgt. Doch kann man jetzt einfach sein Abo kündigen?

von
tob
Der Grundanschluss der Cablecom wird per Anfang 2016 um 13 Prozent teurer.

Der Grundanschluss der Cablecom wird per Anfang 2016 um 13 Prozent teurer.

Per Anfang nächstes Jahr bezahlen UPC-Cablecom-Kunden 13 Prozent mehr. Grund: Der Preis für das Grundangebot, also den Anschluss, steigt um 4 Franken auf 33.95 Franken. Bei den 20-Minuten-Lesern hat die Ankündigung für rote Köpfe gesorgt, wie aus den Kommentaren zu erfahren ist. «Jedes Mal das Gleiche: Immer müssen wir mehr bezahlen – weil sie investieren», schreibt ein Leser, der sich Cablecom Kunde nennt. Tatsächlich begründet UPC Cablecom die Anpassung mit jährlichen Invesititionen von rund 200 Millionen Franken.

«Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Gut, bin ich bei einem anderen Anbieter», schreibt Segelflurby. Einigen Lesern scheint dies zu viel zu sein: Sie wollen mit dem Anbieter brechen. «Meine Kündigung ist geschrieben. Und Tschüss», kommentiert Leser Rolf. Doch ist es mit einem Schreiben getan? Und kann man ausserplanmässig kündigen? 20 Minuten hat nachgefragt.

Wer will, kann kündigen

Wenn man mit der Preisanpassung nicht einverstanden ist, hat man ein Sonderkündigungsrecht, erklärt Marc Maurer, Sprecher der Cablecom. Demnach kann man den Kabelanschluss ohne Einhaltung der Mindestvertragslaufzeit schriftlich kündigen.

Ob es mit einem Schreiben getan ist, hängt davon ab, wie viele Leistungen man direkt vom Anbieter bezieht. So wird in vielen Fällen nämlich der UPC-Cablecom-Anschluss direkt vom Vermieter bezahlt und über die Nebenkosten verrechnet. Nutzt man also von der UPC Cablecom Dienste wie Festnetztelefonie, Internet und/oder Digital-TV muss man in diesem Fall zwei Kündigungen schreiben: «Eine an den Vermieter für den Anschluss und eine direkt an die Cablecom für die Dienste», erklärt der Internetvergleichsdienst Comparis auf seiner Website. Vorlagen für Kündigungsschreiben und weitere Tipps gibt es direkt beim Schweizer Mieterverband.

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