Täuschungsmanöver: Kann Kim doch keine Smartphones bauen?
Aktualisiert

TäuschungsmanöverKann Kim doch keine Smartphones bauen?

Anfang Woche präsentierte Diktator Kim Jong-Un der Welt stolz das Arirang – das erste Smartphone Nordkoreas. Experten zweifeln allerdings, dass das Produkt im stalinistischen Staat vom Band lief.

von
jcg

Nordkorea brüstet sich damit, seit Monatsbeginn massenhaft eigene Smartphones der Marke «Arirang» zu produzieren. Doch Branchenexperten bezweifeln die Erfolgsmeldung und vermuten dahinter einen Propagandatrick des kommunistischen Regimes. «Die Geräte sind wahrscheinlich als Auftragsarbeit in China gefertigt worden«, sagte am Freitag Martyn Williams, der den Blog northkoreatech.org betreibt und für «PC World» und andere Magazine arbeitet.

Nordkoreanische Medien hatten Staatschef Kim Jong-Un vergangene Woche gezeigt, als er das Arirang AS1201 in einer Fabrik in Pjöngjang begutachtete. Medienberichten zufolge ist das Smartphone mit dem von Google entwickelten Betriebssystem Android ausgestattet. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Regime behauptet, Tablet-Computer in Serie zu fertigen.

In dem Land gibt es ein Mobilfunknetz und eine Art Internet, beide sind aber von der Aussenwelt abgeschottet. Nordkoreaner durften ihre Mobiltelefone bislang höchstens für Textnachrichten und Telefonate verwenden.

Bericht des koreanischen Staatsfernsehen über Kims Besuch in der angeblichen Arirang-Fabrik. (Video: Youtube/DPRKMusicChannel)

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