«Ein grosses Ereignis»: Kann Kim Kerne fusionieren?
Aktualisiert

«Ein grosses Ereignis»Kann Kim Kerne fusionieren?

Dem kommunistischen Regime in Nordkorea ist nach Berichten seiner Staatsmedien angeblich eine Kernfusion gelungen. Doch Zweifel bleiben.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il

Sie frohlockte, die nordkoreanische Staatsagentur KCNA am Mittwoch: Man habe den «Durchbruch» bei der Entwicklung neuer Energieträger erzielt. «Die erfolgreiche nukleare Fusion ist ein grosses Ereignis, das zeigt, dass die rasche Entwicklung der Wissenschaft und Technologie in der Volksrepublik auf dem letzten Stand ist», meldete KCNA weiter.

Von südkoreanischen Experten wurden die Berichte angezweifelt. Das kommunistische Nordkorea verfüge nach seiner Einschätzung nicht über die Technologie und die Mittel, sagte der Forscher Yang Hyung Lyeol vom staatlichen Fusionsforschungsinstituts in Taejon der Nachrichtenagentur dpa.

Die Arbeit auf dem Gebiet der Kernfusion gilt als extrem teuer, kompliziert und aufwendig. Eine unabhängige Überprüfung der Nuklearaktivitäten in dem abgeschotteten Land ist nicht möglich. (sda)

Ein neue «Achse des Bösen»

Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman hat Nordkorea, Syrien und den Iran als eine neue «Achse des Bösen» bezeichnet. Die drei Staaten seien die grösste Bedrohung für die Weltsicherheit, weil sie Massenvernichtungswaffen verbreiteten, sagte Lieberman an Mittwoch bei einem Besuch in Tokio. Als einen Beleg nannte er die Beschlagnahmung eines mit Waffen beladenen nordkoreanischen Flugzeuges im vergangenen Dezember in Bangkok. Die Lieferung sei für die radikalislamische palästinensische Organisation Hamas bestimmt gewesen. (ap)

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