Free-Fall-Selbstversuch: «Kann man hier sterben vor Angst?»
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Free-Fall-Selbstversuch«Kann man hier sterben vor Angst?»

Die Basler Herbstmesse trumpft mit sieben neuen Bahnen auf. 20 Minuten hat sich auf den höchsten Freifallturm mit 360-Grad-Rundumsicht gewagt.

von
jd

20 Minuten hat den Selbstversuch auf dem Spin Tower gewagt. (Video: Steve Last)

Prominent steht er da und überragt alle Attraktionen auf dem Messeplatz: der Spin Tower. «Wir sind erst seit ein paar Monaten mit diesem Freifallturm unterwegs. Der alte, den die Basler von den letzten Herbstmessen kennen, wurde nach Hongkong verkauft», so der Schausteller Hanspeter Maier. «Und der hier kann etwas, das der bisherige nicht konnte. Er dreht sich um die eigene Achse und bietet dem Publikum einen 360-Grad-Ausblick auf die Stadt», sagt er stolz.

24 Adrenalin-Junkies können pro Fahrt aus 80 Metern Höhe einen Vogelperspektiven-Blick auf Basel erhaschen – und den ultimativen Kick gibt es gleich noch dazu. Zielpublikum seien junge Menschen, es handle sich schliesslich um eine Action-Maschine.

«Nicht nach unten schauen»

20 Minuten hat sich dem Nervenkitzel für 8 Franken ausgesetzt und den Spin Tower getestet. Mit dabei eine gehörige Portion Höhenangst, die bereits vor dem Start des Bahnen-Experiments zu schweissigen Händen und Herzklopfen führte. «Für Menschen, die nicht schwindelfrei sind, ist der freie Fall ganz klar nichts. Ich rate jedoch, auf keinen Fall nach unten zu schauen», so Maier.

Haben sich erst die Sicherheitsbügel gesenkt, gibt es kein Zurück mehr. Langsam beginnt der Aufstieg durch das Loch des Messegebäudes und die Selbstzweifel werden lauter. In der Mitte, auf 40 Metern Höhe, macht die Plattform halt. Der Blick auf Basel wäre atemberaubend, hätte man die Musse, sich dem Geniessen der Aussicht hinzugeben.

Nichts für schwache Nerven

Ein Schulbub, etwa achtjährig, scheint das Ganze lockerer zu nehmen. Der Weitblick sei geil, sagt er zu seinem Freund während sich die Spin-Tower-Sitze langsam um den Turm drehen. Oben angekommen, scheint die Zeit stehen zu bleiben und die Minuten vor dem Fall sind quälend lang. Bis die Passagiere plötzlich mit viel Geschrei Richtung Boden absacken. Für schwache Nerven ist das Spektakel nichts.

Die Freifallturm-Besucher sind begeistert. «Ich habe mir die Fahrt heute auf den Geburtstag geschenkt», sagt die 25-jährige Simone. Sie gehe nachher ins Spa und hatte im Vorfeld Lust auf ein bisschen Adrenalin. Die drei 19-jährigen Freundinnen Melina, Sarah und Elena sind bereits richtige Bahnen-Profis: «Nervös waren wir eigentlich nicht, man gewöhnt sich an alles», sagen sie.

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