Aktualisiert 22.01.2015 15:51

IT-Sicherheit

Kann Polizei mit iPhones die Nutzer ausspionieren?

Auf iPhones soll Software den Behörden eine Hintertüre für Spionage öffnen. Dies behauptet der Anwalt von Whistleblower Edward Snowden.

von
tob
Hat es bei iPhones ein Hintertürchen? Das zumindest behauptet der russische Anwalt von Edward Snowden.

Hat es bei iPhones ein Hintertürchen? Das zumindest behauptet der russische Anwalt von Edward Snowden.

Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hat kein iPhone. «Er hat noch nie ein iPhone verwendet. Er hat nur ein simples Handy», sagt Snowdens Anwalt Anatoly Kucherena gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti. Denn auf iPhones soll laut Kucherena eine Spezialsoftware installiert sein, die sich ohne Zustimmung aktivieren lässt und mit der Behörden die Nutzer ausspionieren können, wird er in der britischen Zeitung «The Independent» zitiert.

Ob man nun ein iPhone verwende oder nicht, bleibe aber eine persönliche Entscheidung, so der Anwalt. «Snowden lehne dies aber aus Sicherheitsgründen ab», so Kucherena. In den bisher veröffentlichten Dokumenten von Snowden sind allerdings keine Hinweise auf eine solche Hintertür zu finden. Erst kürzlich wurde aber bekannt, dass der britische Geheimdienst HCHQ mit der sogenannten UDID (Unique Device Identifier) iPhone-Nutzer orten konnte. Apple hatte die Nutzung von Drittanbieter-Apps der UDID mit iOS 5 bereits eingeschränkt. Mit iOS 7 wurde die eindeutige ID für Apps komplett versteckt.

Mit dem Update auf iOS 8 sei es unmöglich für Polizei und Behörden, unerlaubt an Daten auf dem iPhone zu kommen, sagte Apple nach der Präsentation der neuen iPhones. Hintertürchen gebe es nicht, erklärt der Konzern auf der eigenen Website.

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