FCB nun Tabellenführer – Strittige Schiri-Entscheidungen, ein verletzter Nati-Star – Basel gewinnt

FCB nun TabellenführerStrittige Schiri-Entscheidungen, ein verletzter Nati-Star – Basel gewinnt

Zuletzt wurde der brasilianische Stürmer in der Liga geschont – in der Conference League durfte Cabral gegen Omonia Nikosia wieder ran. Und er traf sogleich.

von
Sven Forster
Nils Hänggi

Laut, feurig, heissblütig. Die Omonia-Fans waren bis in die Spitzen motiviert. Von Beginn an lieferten sich die 1000 mitgereisten Zyprioten einen musikalischen Kampf mit der Muttenzerkurve – ja, waren teilweise sogar lauter als die FCB-Fans. Genützt hat all das Anfeuern schlussendlich aber nix. Zwar erwischte Nikosia in der Conference-League-Partie auswärts gegen Basel den besseren Start. Doch als Millar in der 19. Minute den FCB nach einem Kasami-Pfostenknaller in Führung schoss, war es vorbei mit dem Gesangskampf – zumindest vorerst. Die Omonia-Fans blieben still, während die Muttenzerkurve lachte und feierte.

Dieser Zustand, er änderte sich jedoch schnell wieder. In der 25. Minute ging Cömert unglücklich im Strafraum in den Zweikampf. Sein Gegenspieler kam zu Fall – die Unparteiische entschied auf Penalty. Ein harter Pfiff. Aber da es keinen Videoschiri in der Conference League gibt, war der Entscheid gefällt. Gomez traf vom Punkt aus, Lindner, der noch keinen Ball zu halten hatte, war machtlos. Und die Fans? Die beiden Kurven lieferten sich wieder munter einen musikalischen Kampf.

«Warum gibt es nicht gleich Penaltyschiessen?»

Abrupt wurde dieser dann wieder in der 41. Minute durch einen erneuten Pfiff unterbrochen. Die Schiedsrichterin entschied wieder auf Penalty. Ein Fehlentscheid! Ein Schuss von Zhegrova flog zwar an die Hand eines Zyprioten, doch zuvor prallte der Ball an den Oberschenkel des Spielers. Cabral war das egal, er hämmerte die Kugel kompromisslos in die Maschen. Die Basler führten wieder! Die Omonia-Fans waren wieder still und ein Twitter-User fragte sich: «Warum gibt es nicht gleich Penaltyschiessen?»

Dann passierte eigentlich nicht mehr viel. Der Schweizer Nati-Star Fabian Frei musste nach einem Zweikampf noch verletzt ausgewechselt werden. Und Zhegrova schoss kurz vor Schluss nach einer schönen Einzelaktion das alles entscheidende 3:1. Nach 93 Minuten beendete die Schiedsrichterin die Partie. Aus den lauten, feurigen und heissblütigen Omonia-Fans wurden enttäuschte und stille Anhänger. Die FCB-Fans feierten dagegen lautstark ihr Team. Am Wochenende geht es für die Basler in der Super League daheim gegen Lugano weiter.

Frei sollte am Sonntag wieder fit sein

«Wir waren sehr kreativ, haben gut gespielt. Es war ein klarer Fortschritt vorwärts im Vergleich zu den letzten Partien», freute sich Coach Patrick Rahmen nach der Partie. «Wir waren die bessere Mannschaft und haben hochverdient gewonnen.» Angesprochen auf den Gesundheitszustand von Frei meinte Rahmen: «Er hat einen Schlag abbekommen. Aber schlimm sollte es nicht sein. Am Sonntag wird er wohl wieder fit sein.» Cömert nervte sich derweil über den umstrittenen Penaltypfiff vor dem 1:1. «In einem internationalen Spiel ist das kein Elfmeter», so der Verteidiger.

Die zweite Partie entschied Karabach mit 2:1 für sich. Almaty ging zwar in der 19. Minute in Führung. Doch der Aserbaidschan-Club konnte das Spiel drehen und in der 91. Minute das Siegtor schiessen. In der Conference-League-Gruppe H liegt der FCB auf Rang eins, dahinter folgt punktgleich Karabach. (nih)

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Donnerstag, 21.10.2021

Und damit verabschieden wir uns.

Das war es

Der FC Basel gewinnt mit 3:1!

Drei Minuten Nachspielzeit

90+ Noch drei Minuten gibt es als Zuschlag.

TOOOOOR für den FC Basel

88' Das sind die drei Punkte! Nach einem tollen Konter steht Zhegrova völlig frei und schiesst das 3:1.

Lattenknaller

85' Hallooo!! Palacios knallt den Ball an die Latte. Der Goalie hatte seine Finger aber noch im Spiel.

Respekt für die Zuschauer

81' Im Stadion wird noch immer gefeiert. Aber die Partie hat nun nicht mehr viel zu bieten. Basel will nicht – Omonia kann nicht.

Nicht viel los

74' Die Partie hat an Tempo verloren. Beide Teams haben kaum mehr Chancen. Dem FC Basel würde ein Tor aber gut tun. Dann würde man die Tabelle anführen.

Frei verletzt

64' Fabian Frei hat sich verletzt bei einem Zweikampf. Er muss ausgewechselt werden. Bitter für den Mittelfeldspieler.

Penalty oder nicht?

58' Tavares kommt im Strafraum zu Fall. Er hebt aber zu früh ab! Die Unparteiische entscheidet – kein Penalty.

Lang verpasst

55' Nach einem Freistoss von Frei kommt Lang alleine zum Kopfball. Sein Versuch fliegt um Zentimeter am Kasten vorbei.

Wie bitte?

48' Males muss zu 1000 Prozent das 3:1 schiessen! Er scheitert aber aus sechs Metern am Nikosia-Goalie. Es darf aber gar nie sein, dass der Goalie noch an den Ball kommt.

Weiter gehts

46' Der Ball rollt wieder.

Vierfachwechsel

Was machen denn die Zyprioten? So schlecht war die Leistung ja gar nicht. Gleich vier Wechsel werden durchgeführt.

Fazit

Der FC Basel führt nach 45 gespielten Minuten gegen Omonia Nikosia. Die Basler brauchten ein paar Minuten um ins Spiel zu finden. Millar brachte die Gastgeber nach einem guten Angriff in Führung. Sieben Minuten später gab es einen umstritten Penalty für Nikosia – Lindner war ohne Chance. Doch dank einem weiteren Penalty, einem Fehlentscheid, dieses Mal für die Basler, schoss Cabral das 2:1.

Halbzeit

Es ist Pause in Basel – der FCB führt mit 2:1.

Warum eigentlich nicht?

TOOOOOR für Basel

41' Cabral lässt sich nicht zweimal bitten und trifft zum 2:1.

PENALTY für den FCB

40' Zhegrova mit einer etwas eigensinnigen Aktion, doch er kriegt einen Penalty. Ein Fehlenscheid! Der Schuss des Kosovaren fliegt zwar an die Hand eines Zyprioten, der Ball prallte aber zuvor an den Oberschenkel des Spielers.

Cabral vergibt

36' Das muss das 2:1 sein. Cabral hat alle Zeit der Welt, doch sein Schuss ist viel zu unplatziert. Den hätte man auch ohne Probleme noch einmal querlegen können.

Coemert frustriert

34' Die Unparteiische pfeifft einen Freistoss für Nikosia. Coemert spielte den Ball mit der Hand. Der Arm war zu weit weg vom Körper.

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