Verrückter Kilchberger Schwinget - Schlussgang-Sieger Giger teilt sich den Festsieg mit Ott und Staudenmann

Verrückter Kilchberger SchwingetSchlussgang-Sieger Giger teilt sich den Festsieg mit Ott und Staudenmann

Erstmals in der Geschichte des Kilchberger Schwinget gibt es drei Sieger. Topfavorit Samuel Giger bezwingt im Schlussgang Kilian Wenger und gewinnt das Fest gemeinsam mit Fabian Staudenmann und Damian Ott.

von
Adrian Hunziker

Samuel Giger gewinnt den Schlussgang gegen Kilian Wenger.

SRF

Der Schlussgang am 17. Kilchberger Schwinget war für einmal nicht ganz so spannend wie in den vorherigen 16 Austragungen. Nicht, dass das Duell zwischen Topfavorit Samuel Giger und Schwingerkönig Kilian Wenger keine attraktive Affiche war, aber es war halt nur eine Ergänzung. Das, weil bereits vor der Endausmarchung festgestanden hatte, dass der Kilchberger Schwinget mindestens zwei Sieger hervorbringen würde.

Denn vor dem sechsten Gang lagen fünf Schwinger gleichauf: Die Nordostschweizer Damian Ott und Samuel Giger sowie die Berner Fabian Staudenmann, Kilian Wenger und Bernhard Kämpf. Weil Staudenmann seinen Gang mit einer Zehn gewann, war klar, dass er Festsieger ist. Kurz darauf besiegte Ott den direkten Konkurrenten Kämpf, ebenfalls mit einer Zehn. Damit hatte das Kilchberger bereits zwei Sieger auf sicher – das gab es in der Geschichte dieses Schwingfestes noch nie.

Hier holt sich Ott den Festsieg

Damian Ott holt sich am Kilchberger den Festsieg. (Video: SRF)

Giger war eigentlich schon weg

Und damit nicht genug: Es fehlte ja noch der Schlussgang. Dort schien Wenger zuerst die Oberhand zu haben und Giger zu besiegen, doch der 23-Jährige konnte sich in extremis retten. Nur um sogleich kurz darauf selbst den Sieg perfekt zu machen. So strahlten gleich drei Schwinger auf den Schultern ihrer Verbandskollegen um die Wette.

Nach einem Sieg Gigers hatte es nach dem vierten Gang nicht mehr ausgesehen. Der Saisondominator, der sieben Schwingfeste gewinnen konnte, stellte schon zum zweiten Mal. Weil seine Konkurrenten, wie etwa der Innerschweizer Joel Wicki, aber auch schwächelten, hievte sich Giger wieder nach vorne.

Statistisch gesehen war Ott der beste Schwinger an diesem Samstag. Der 21-jährige Aufsteiger der Saison gewann fünf seiner sechs Gänge. Weil er aber nicht oft die Bestnote erhielt, konnte er sich nicht absetzen. Nichtsdestotrotz ist das der grösste Triumph in seiner noch jungen Karriere. (hua)

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Samstag, 25.09.2021

Das ist die Schlussrangliste

Giger gewinnt Schlussgang

Samuel Giger bezwingt Kilian Wenger! Er teilt sich damit den Festsieg mit Damian Ott und Fabian Staudenmann.

Giger - Wenger

Los gehts mit dem Schlussgang!

Der Schlussgang steht an

Noch wird es einmal spannend. Es geht im Schlussgang heute ausnahmsweise nicht um den direkten Festsieg. Sondern darum, ob der Kilchberger Schwinget heute zwei oder drei Sieger bekommt.

Der Schlussgang Giger gegen Wenger dauert 15 Minuten.

Zwei oder drei Sieger!

Noch nie gabs zwei Sieger am Kilchberger Schwingfest! Heute könnte nach dem Schlussgang noch einer dazukommen. Was für eine Geschichte!

Ott - Kämpf

Auch Damian Ott bodigt seinen Gegner Kämpf mit einer 10! Wir haben bereits zwei Sieger! Ott und Staudenmann haben nun beide genau gleich viele Punkte, sind somit Co-Sieger.

Staudenmann gewinnt das Kilchberger!

Es ist jetzt schon klar, dass Fabian Staudenmann das Kilchberger Schwinget gewinnt! Giger und Wenger, die im Schlussgang aufeinander treffen, können nur auch noch Sieger werden, sofern einer eine 10 bekommt!

Staudenmann - Leuppi

Der Berner Fabian Staudenmann, einer der Führenden, besiegt Samir Leuppi mit einer 10. Damit ist Staudenmann Festsieger!

Wicki - Aeschbacher

Joel Wicki gewinnt seinen letzten Gang gegen Matthias Aeschbacher.

Schlussgang Giger - Wenger

Damit war zu rechnen: Die Einteilung hat ergeben, dass Samuel Giger und Kilian Wenger sich im Schlussgang messen. Noch ist aber nicht klar, dass einer dieser beiden auch den Festsieg davonträgt. Denn die drei, die punktegleich sind, haben auch noch die Chance auf den Sieg.

Wer wird in den Schlussgang eingeteilt?

Nun wirds richtig spannend. Wer wird von den Kampfrichtern in den Schlussgang eingeteilt?

Ott, Wenger, Giger, Staudenmann und Kämpf liegen gleichauf, sie alle haben 47.50 Punkte.

Sie alle können im Schlussgang dabei sein. Der Sieger des Schlussgangs muss aber nicht auch zwingend der Festsieger sein. Das verspricht viel Spannung.

Schuler - Wenger

Kann Christian Schuler König Kilian Wenger stoppen? Der Sieger dieses Ganges geht mit Vorsprung in den Schlussgang.

Bisher ist dieser Gang relativ ereignislos. Keiner will zu viel riskieren. Wenger probierts als Erster, scheitert aber vorerst, Schuler kann sich abdrehen.

Wenger tut bisher mehr, ist der aktivere Schwinger – noch ein Versuch, der scheitert.

Beinahe ist Schuler mit den Schultern am Boden, aber nein, gestellt!

Ott - Renfer

Typisch Damian Ott: Wieder am Boden dreht er den Berner Lukas Renfer auf den Rücken.

Leuppi - Kämpf

Samir Leuppi dachte bereits, er hätte Bernhard Kämpf gebodigt, der Zürcher freute sich, die Richter sprachen ihm den Sieg aber nicht zu.

Nun muss Leuppi nochmals ran, das wird schwierig. Nun hat auch Kämpf wieder Vorteile.

Der Gang endet gestellt. Das ist ganz bitter für Leuppi, der Zürcher wird einer möglichen Schlussgangteilnahme beraubt.

Giger - Roth

Samuel Giger war Topfavorit auf den Sieg, musste aber bereits zweimal stellen. Nun wartet der Berner Dominik Roth, der in der Rangliste noch vor dem Nordostschweizer liegt.

Nach dem Gestellten gegen Lukas Renfer ist Giger wieder auf der Höhe und legt Roth zuerst auf den Boden und macht dort den Sieg perfekt.

Wicki - Rychen

Joel Wicki gewinnt wieder, er besiegt Roger Rychen am Boden.

Die Spitzenpaarungen des 5. Ganges sind da

Wir warten weiter

Die Kampfrichter lassen sich Zeit mit der Einteilung der Spitzenpaarungen für den fünften Gang.

Premieren in Kilchberg

Das Kilchberger findet heute zum ersten Mal an einem Samstag statt – und das bei der 17. Austragung. Ausserdem wird es so spät wie noch nie im Jahr durchgeführt. Dass es so spät wurde, hat mit Covid zu tun, dass es an einem Samstag ist jedoch nicht.

Das hat damit zu tun, dass morgen Abstimmungssonntag ist. Damit wollte man nicht konkurrieren, es hätte einige Prominenz gefehlt und auch die mediale Aufmerksamkeit wäre um einiges kleiner gewesen.

Die Rangliste nach dem 4. Gang

Vier Berner sind vorne weg.

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