Neonazi-Gewalt: Kannte die tote Polizistin ihre Mörder?
Aktualisiert

Neonazi-GewaltKannte die tote Polizistin ihre Mörder?

Neues brisantes Detail Heilbronner Polizistenmord: Zwischen der 2007 getöteten Beamtin und der Zwickauer Terror-Zelle gab es offenbar Verbindungen. Ihr Stiefvater könnte den Nazis im Weg gewesen sein.

von
phi

Der Mord an der Polizistin Michèle K., die im April 2007 durch Kopfschüsse getötet wurde, war möglocherweise eine gezielte Aktion. Obwohl die 22-Jährige aus Thüringen stammt, wurde bisher angenommen, dass sie zu der Zwickauer Terrorzelle keine persönlichen Kontakte hat. Nun berichten «Süddeutsche Zeitung» und «Bild», dass der Stiefvater der Polizistin Uwe Mundlos gekannt haben könnte. Ihm gehört eine Kneipe, in der er offenbar keine Nazi-Treffen zugelassen hat. Ausserdem habe er einen Koch beschäftigt, der den gleichen Nachnamen wie Beate Zschäpe trägt: Er soll ein Verwandter der mutmasslichen Terroristin sein.

Im Fall der Terrorgruppe gibt es nach Angaben von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich «circa ein Dutzend Verdächtige und Beschuldigte». Es gebe «immer neue Hinweise und Erkenntnisse», sagte der CSU-Politiker am Montag, den 21. November in Berlin. Das Bundesamt für Verfassungsschutz arbeite mit 50, das Bundeskriminalamt mit mehr als 200 Mitarbeitern an der Aufklärung. Am Dienstag wird sich auch der Bundestag mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigen. Die Abgeordneten verständigten sich auf eine Debatte mit dem Titel «Mordserie der Neonazi-Bande», wie aus der Tagesordnung des Bundestags hervorgeht.

(phi/dapd)

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