Aktualisiert 27.10.2019 13:13

Esoterik-Star am GymiKanti-Schüler sollen jetzt mit Toten sprechen

Esoteriker Pascal Voggenhuber ist bereits seit mehreren Jahren Stargast am Gymnasium Musegg in Luzern. Dort lässt er Schüler etwa mit Verstorbenen sprechen.

von
jab
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Der 39-jährige Esoteriker Pascal Voggenhuber veröffentlichte am 27. September auf Facebook ein Foto, zu dem er schrieb: «Heute bin ich in Luzern am Gymnasium und darf dort den Jugendlichen meine Arbeit vorstellen.»

Der 39-jährige Esoteriker Pascal Voggenhuber veröffentlichte am 27. September auf Facebook ein Foto, zu dem er schrieb: «Heute bin ich in Luzern am Gymnasium und darf dort den Jugendlichen meine Arbeit vorstellen.»

Facebook: Pascal Voggenhuber
Schon mehrmals durfte Voggenhuber in den vergangenen Jahren vor dem Schülerpublikum am Gymnasium Musegg in Luzern auftreten.

Schon mehrmals durfte Voggenhuber in den vergangenen Jahren vor dem Schülerpublikum am Gymnasium Musegg in Luzern auftreten.

Facebook: Pascal Voggenhuber
Dabei spricht er im Rahmen der  Sonderwoche «Naturwissenschaften und Grenzwissenschaften» über das Übersinnliche.

Dabei spricht er im Rahmen der Sonderwoche «Naturwissenschaften und Grenzwissenschaften» über das Übersinnliche.

Facebook: Pascal Voggenhuber

Den Kontakt ins Jenseits herstellen, um mit Toten zu sprechen oder per Handberührung Informationen über eine Person herausfinden: Das macht Pascal Voggenhuber, 39-jähriger Esoterik-Star aus Basel. Gerne tritt er auch als Referent am Gymnasium Musegg in Luzern auf, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Dieses Jahr war er bereits zum sechsten Mal zu Besuch an der Musegg. «Es ist immer wieder spannend, wie offen Junge Menschen für eine Bodenständige Spiritualität sind», schrieb er zuvor auf einem Facebook-Post, in der er seiner Vorfreude auf den Besuch in Luzern Ausdruck verlieh.

Rektorin Franziska Schärer bestätigte den Auftritt des Esoterikers. Er sei im Rahmen der Sonderwoche «Naturwissenschaften und Grenzwissenschaften» eingeladen worden. Gemäss Remo Jakob, Vorstand der Fachschaft Physik an der Kantonsschule, lade Voggenhuber dabei manchmal Schüler ein, unter seiner Anleitung mit Toten zu kommunizieren. Auch versuche Voggenhuber Informationen über einen Schüler herauszufinden: Dies nur durch das Halten seiner Hand. Bei den Aussagen handle es sich beispielsweise um die Wohnverhältnisse des Schülers oder darum, was der Schüler sieht, wenn er aus dem Fenster seines Wohnzimmers schaut. «Oft nennt er viele Details korrekt», sagt Jakob.

Nächstes Jahr kommt der Eso-Star wieder

Rektorin Franziska Schärer sagt, es gehe beim Anlass darum, festzustellen, dass nicht alle Bereiche des Lebens wissenschaftlich erklärt werden können. Voggenhubers Besuch stosse bei Schülern auf grosses Interesse. Man habe ihn deshalb bereits für das nächste Schuljahr wieder eingeladen.

«Es braucht eine kritische Einbettung»

Für die Sektenberatungsstelle Relinfo ist es okay, wenn Schulen Personen wie den Esoterik-Star einladen würden. Man könne Vertreter spiritistischer Richtungen auftreten lassen, zitiert die Sonntagszeitung Georg Schmid. «Es braucht aber eine kritisch-wissenschaftliche Einbettung. Sonst handelt es sich um esoterische Propaganda.»

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