22.07.2014 09:00

Uznach vs. Wattwil

Kantistreit geht in die nächste Runde

Nach dem Entscheid der Regierung für den Kantistandort Wattwil gibt man im Linthgebiet nicht auf. Im Gegenteil: Kantonsräte künden neue Vorstösse an.

Die Kanti Wattwil: Gemäss der St.Galler Regierung soll die Schule im Toggenburg bleiben.

Die Kanti Wattwil: Gemäss der St.Galler Regierung soll die Schule im Toggenburg bleiben.

«Das Linthgebiet ist ziemlich ernüchtert, mit welch falschen Karten in dieser Sache gespielt wird», sagt die Rapperswiler Kantonsrätin Yvonne Suter gegenüber der «Zürichsee-Zeitung». Suter gehört der IG Pro Bildungsstandort Linthgebiet an, die sich für einen Kantistandort Uznach stark macht. Ihr Ärger gilt vor allem der St. Galler Kantonsregierung, die sich diesen Sommer für den Verbleib der Kantonsschule in Wattwil ausgesprochen hat.

Unter anderem stösst sich Suter an der Aussage der Regierung, die Kantonsschule in Wattwil sei von grosser wirtschaftlicher Bedeutung für das Toggenburg. So habe eine Auswertung ergeben, dass von den 105 Lehrkräften an der Kanti nur gerade 21 im Toggenburg wohnten, 23 hingegen im Linthgebiet, 31 im Kanton Zürich und zwei gar im Ausland.

Prosperierendes Linthgebiet

Auch die demografische Entwicklung spricht laut Suter für das Linthgebiet. Während das Toggenburg bei 45'000 Einwohnern stagniere, wachse das Linthgebiet stetig an und zähle derzeit 64'000 Einwohner. Suter verweist zudem auf eine externe Studie des Zürcher Planungsbüros Wüest & Partner, die ebenfalls den Standort Uznach favorisierte.

Für Suter und ihre Mitstreiter ist die Kanti-Frage noch lange nicht geklärt. «Wir wollen nochmals grundsätzlich über die Standortfrage diskutieren», sagt der Uznacher SP-Kantonsrat Josef Kofler im Hinblick auf die bevorstehende Septembersession. (20 Minuten)

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