Repetitive Tests an Schulen – «Kanton Bern hält Ausbruchstesten weiter für die geeignetere Massnahme»
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Repetitive Tests an Schulen«Kanton Bern hält Ausbruchstesten weiter für die geeignetere Massnahme»

Berner Schulen können ab nächster Woche wieder selbständig Massentests durchführen. Der Kanton rechnet indes nicht mit einem Ansturm.

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Ab dem 10. Januar können sich Schulen für repetitive Testungen anmelden.

Ab dem 10. Januar können sich Schulen für repetitive Testungen anmelden.

Raphael Moser / Tamedia AG
Es steht ihnen frei, entweder die präventiven Reihentests durchzuführen oder am bisher angewandten Ausbruchstesten festzuhalten. 

Es steht ihnen frei, entweder die präventiven Reihentests durchzuführen oder am bisher angewandten Ausbruchstesten festzuhalten.

Raphael Moser/Tamedia AG
Erste Berner Gemeinden haben bereits die Rückkehr zu den seriellen Tests beschlossen. 

Erste Berner Gemeinden haben bereits die Rückkehr zu den seriellen Tests beschlossen.

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Berner Schulen können ab nächster Woche wieder selbständig Massentests durchführen.

  • Grössere Agglomerationsgemeinden haben bereits die Rückkehr zu den seriellen Tests beschlossen.

  • Mit einem grösseren Ansturm auf das repetitive Testen rechnet der Kanton aber nicht.

Ab kommender Woche können Schulen im Kanton Bern wieder repetitiv testen, wenn sie dies möchten. Es steht ihnen frei, entweder die präventiven Reihentests durchzuführen oder am bisher angewandten Ausbruchstesten festzuhalten. Setzen die Schulen auf die Massentests, sind diese für Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Lehr- und Schulpersonal obligatorisch. Für die Organisation sind die Schulleitungen selbst zuständig.

«Schulen auf Support der Gemeinden angewiesen»

Nachdem der Kanton Bern im letzten Sommer das Massen- durch das Ausbruchstesten ersetzt hatte, musste er teils Kritik ernten. Wiederholt forderten Gemeinden und Eltern die Rückkehr zu den repetitiven Tests. Dennoch hielt der Regierungsrat bis anhin an den Ausbruchstestungen fest. Warum hat er seine Position nun aufgeweicht? «Die Möglichkeit für repetitive Tests wurde geschaffen, um jenen Schulen entgegenzukommen, die dies wünschten», sagte Gundekar Giebel, Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion. Zugleich betont er: «Der Kanton Bern hält weiterhin das Ausbruchstesten für die geeignetere Massnahme, um Ansteckungsketten rasch unterbrechen zu können.»

Beim Berufsverband Bildung Bern sieht man dem neuen Testregime des Regierungsrates mit gemischten Gefühlen entgegen. Positiv sei, dass Gemeinden, die seit Längerem die Wiedereinführung der Massentests gefordert hätten, diese Möglichkeit nun erhalten würden, sagt Co-Geschäftsführer Stefan Wittwer. Er betont allerdings, dass der Entscheid zugunsten repetitiver Tests unmöglich von den Schulleitungen selbst gefällt werden könne, sondern von den Gemeinden kommen müsse. Denn: «Der Wechsel hin zu den Breitentests bringt viel administrativen und logistischen Zusatzaufwand mit sich. Hier sind die Schulen dringend auf den Support der Gemeinden angewiesen. Ohne den ist die Belastung für die Schulen, die ohnehin mit Corona-bedingten Personalausfällen zu kämpfen haben, viel zu gross.»

Kanton glaubt nicht an Ansturm auf Massentests

Bereits haben sich erste Gemeinden für eine Rückkehr in den alten Modus ausgesprochen. So werden etwa die Könizer Schulen auf repetitive Tests umstellen, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt. Auch in Wohlen bei Bern wolle man das Angebot des Kantons nutzen, sagt Gemeindepräsident Bänz Müller auf Anfrage: «Wir sind der Überzeugung, dass bei einer genügend grossen Teilnehmerquote das repetitive Testen mehr bringt als das Ausbruchstesten.»

Bei der Berner Gesundheitsdirektion rechnet man indes nicht mit einem Ansturm auf die seriellen Tests. Giebel: «Wir gehen davon aus, dass lediglich einige Schulen diese regelmässigen Testungen durchführen werden, da der organisatorische und logistische Aufwand nicht zu unterschätzen ist und das kantonale Ausbruchstesten effizient ist und rasch durchgeführt wird.»

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(sul)

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