Impftermine für Jugendliche - Kanton Bern startet «letzten Aufruf» für die 16- und 17-Jährigen
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Impftermine für JugendlicheKanton Bern startet «letzten Aufruf» für die 16- und 17-Jährigen

Auf Social Media ruft der Kanton Bern Jugendliche dazu auf, jetzt ihren Impftermin zu buchen. Denn danach sind die Sondertermine weg.

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In den Schweizer Impfzentren wartet man bisher auf Impfwillige zwischen 16 und 17 Jahren. Im Bild: Impfzentrum Bernexpo.

In den Schweizer Impfzentren wartet man bisher auf Impfwillige zwischen 16 und 17 Jahren. Im Bild: Impfzentrum Bernexpo.

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Viele Kantone verzeichnen eine tiefe Zahl von impfwilligen Jugendlichen oder sitzen gar auf freien Terminen. 

Viele Kantone verzeichnen eine tiefe Zahl von impfwilligen Jugendlichen oder sitzen gar auf freien Terminen.

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So etwa in den Kantonen Bern und Solothurn – im Letzteren haben sich 80 Prozent der 16- bis 17-Jährigen noch nicht um einen Impftermin getan.  Im Bild: Impf-Drive-In Grenchen. 

So etwa in den Kantonen Bern und Solothurn – im Letzteren haben sich 80 Prozent der 16- bis 17-Jährigen noch nicht um einen Impftermin getan. Im Bild: Impf-Drive-In Grenchen.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Der Kanton Bern ermuntert 16- und 17-Jährige auf Twitter, nun einen Impftermin zu vereinbaren.

  • Ab Freitag verfällt das Kontingent von 6000 Terminen, das seit einer Woche exklusiv für diese Altersgruppe reserviert ist.

  • Ein Schub bei den Impfungen sei in der Gruppe R bislang ausgeblieben, sagt der Sprecher der Gesundheitsdirektion.

Die Zahl der geimpften Personen steigt in der Schweiz täglich rasant an. Als Impfmuffel präsentieren sich hingegen die 16- und 17-Jährigen: Von den 20’000 Jugendlichen dieser Altersklasse im Kanton Bern haben sich aktuell 6000 für eine Impfung registriert. Erst 2700 hatten sich bis am Dienstag aber einen Termin gesichert.

Damit sich dies möglichst schnell ändert, mahnt der Kanton Bern am Donnerstagmorgen auf Twitter: «Letzter Aufruf für die 16- und 17-Jährigen (Gruppe R), ihren Termin zu buchen. Die verbleibenden Termine werden ab morgen, Freitag, für alle anderen Impfgruppen buchbar sein.»

Natürlich könnten sich Jugendliche weiterhin impfen lassen, erklärt Gundekar Giebel, Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion, auf Anfrage. Jedoch sind für die 16- und 17-Jährigen seit letzten Freitag 6000 Impftermine reserviert, für die sie sich exklusiv anmelden können. Dieses Exklusivrecht verfällt diesen Freitag – dann stehen die Termine wieder der Gesamtbevölkerung zur Verfügung. «Wir können nicht warten, bis sich der Hinterletzte der Gruppe R einen Termin gebucht hat», so Giebel. Ansonsten gebe es freie Slots in den Impfzentren, was einem Kapazitätsverlust gleichkomme.

Schub bisher ausgeblieben

Druck ausüben auf die Jungen wolle man mit dem Tweet keineswegs, so Giebel. Es sei lediglich ein «Last Call, um sich einen der letzten Sondertermine zu schnappen». Denn danach müssten sich die Jungen wieder hinten anstellen in der Impfkolonne. Dass man die Exklusiv-Termine für sie Anfang Juni freigeschaltet habe, komme nicht von ungefähr; so könnten sie es gerade noch schaffen, sich bis zu den Sommerferien zweimal impfen zu lassen – was mit erheblichen Erleichterungen im Reiseverkehr einhergehen dürfte.

Richtig zu verfangen, scheint das «Ferien-Zückerli» indes nicht. In den letzten beiden Tagen haben sich lediglich 100 zusätzliche 16- und 17-Jährige für eine Impfung angemeldet. Giebel: «Ich hätte mir einen grösseren Schub erhofft.»

Corona bei Jugendlichen

Gemäss der Statistik fielen bisher rund zehn Prozent aller Covid-Fälle auf Personen zwischen neun und 19 Jahren. Jedoch machte diese Alterskategorie lediglich 0,6 Prozent der Hospitalisierungen aus. Ein Toter ist gemäss den Zahlen des Statistischen Amtes Zürich in diesem Altersbereich in Folge von Corona zu beklagen. Obschon eine schlimme Erkrankung an Covid-19 bei Jugendlichen klein ist, empfiehlt das BAG die Impfung auch Personen in dieser Alterskategorie. Dies, weil auch bei Personen unter 20 Jahren teils schwere Verläufe registriert wurden und die Gefahr von Nebenwirkungen gemäss BAG entsprechend tiefer sind.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(sul)

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