Pauschalbesteuerung: Kanton Bern wehrt sich wegen «Steuergeschenk»
Aktualisiert

PauschalbesteuerungKanton Bern wehrt sich wegen «Steuergeschenk»

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern wurde an den Pranger gestellt und erzürnte die Bevölkerung. Der Fiskus streitet die Vorwürfe nun ab.

von
tok
Die Steueraffäre um Bernie Ecclestone stellte den Kanton Bern in schlechtes Licht. Die Steuerbehörde widerspricht den Vorwürfen.

Die Steueraffäre um Bernie Ecclestone stellte den Kanton Bern in schlechtes Licht. Die Steuerbehörde widerspricht den Vorwürfen.

Die Anschuldigungen im «SonntagsBlick» gegenüber der Berner Steuerbehörde wogen schwer: Der Kanton Bern verzichte aufgrund der Pauschalsteuer auf die Besteuerung einer Busse von 95 Millionen Franken und «schenke» dadurch dem Formel-1-Präsident Bernie Ecclestone mehrere Millionen Franken.

Dem widerspricht nun der Kanton: «Die Redaktion des ‹SonntagsBlick› hat bei der kantonalen Steuerverwaltung keine konkrete Anfrage zum Fall Bernie Ecclestone gestellt. Zu einer solchen hätte sich die Steuerverwaltung aufgrund des Steuergeheimnisses auch nicht geäussert», heisst es in einer Mitteilung verlauten. Des Weiteren stellt die Finanzdirektion klar, dass der Lebensaufwand von pauschalbesteuerten Personen im Voraus geschätzt werde und Veränderungen gemeldet werden müssen. Diese würden bei der Bemessung des steuerbaren Lebensaufwandes berücksichtigt. Ob dabei Bussen zum massgeblichen Lebensaufwand zählen, sei eine Frage, welche von der Steuerveraltung im konkreten Veranlagungsfall geklärt werden müsse.

Weiter hält der Kanton Bern fest, dass aus einem steuerbaren Einkommen von 95 Millionen Franken in der Gemeinde Saanen total lediglich Steuern von rund 38 Millionen Franken anfallen und nicht wie vom «SonntagsBlick» angeführt rund 63 Millionen Franken.

Deine Meinung