Einbruch bei Impfregistrierungen - Kanton Bern will neun Impfzentren schliessen
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Einbruch bei ImpfregistrierungenKanton Bern will neun Impfzentren schliessen

44 Prozent der Berner Bevölkerung sind doppelt geimpft. Nun verzeichnet der Kanton rückläufige Registrierungen und zieht Konsequenzen.

von
Christian Holzer
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Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg und…. 

Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg und….

Tamedia AG/ Franziska Rothenbuehler
Gregor Kaczala, Impfchef des Kantons Bern, haben sich am Freitag, 2. Juli zur aktuellen Covid-Situation im Kanton Bern geäussert.

Gregor Kaczala, Impfchef des Kantons Bern, haben sich am Freitag, 2. Juli zur aktuellen Covid-Situation im Kanton Bern geäussert.

Tamedia AG/ Franziska Rothenbuehler
«Mehr als die Hälfte der Bernerinnen und Berner sind geimpft. Die Situation ist derzeit ruhig» so Schnegg.

«Mehr als die Hälfte der Bernerinnen und Berner sind geimpft. Die Situation ist derzeit ruhig» so Schnegg.

Tamedia AG/ Franziska Rothenbuehler

Darum gehts

  • Der Kanton Bern hat am Freitag bekanntgegeben, wie es mit der Pandemiebekämpfung weitergeht.

  • Sieben Impfzentren werden geschlossen.

  • Beim Kanton hofft man, dass es nach den Sommerferien wieder mehr Impfregistrationen geben wird.

44 Prozent oder 408’000 Personen sind im Kanton Bern doppelt gegen Covid-19 geimpft. Weil die Terminbuchungen nun jedoch stark rückläufig sind, reagiert der Kanton: Sieben Impfzentren (Bern Wankdorf und Bernexpo, Tavannes, Interlaken, Burgdorf, Langenthal, Langnau) werden mit Ende August geschlossen. In den Zentren Biel und Thun sollen Ende September die Lichter gelöscht werden.

Dr. med. Gregor Kaczala, Impfchef des Kantons Bern, «bedauert» den Einbruch bei den Impf-Registrationen, wie er am Freitag vor Medienvertretern sagte. Er hofft, dass diese nach den Sommerferien wieder zunehmen werden. Damit doch noch möglichst viele zur Impfung kommen, werden die Berner Impfzentren derzeit als Walk-In-Klinik geführt: «Somit können Personen auch ohne Termin ganz einfach eine Impfung vor Ort erhalten. Das Angebot werde gut genutzt. «Generell lässt sich sagen, dass es noch nie so einfach war, sich zu impfen, wie derzeit», so Kaczala.

Für die Bevölkerung wird das Impfangebot im Berner Inselspital aufrecht erhalten. Zudem werden Apotheken und Arztpraxen weiterhin gegen Covid impfen. Auch sollen ab Mitte August mobile Teams etwa in Shoppingzentren die Impfung anbieten. Impfstoff ist gemäss dem Kanton Bern genug vorhanden – auch falls es in einem Jahr eine Impfauffrischung brauchen sollte.

Lockdown verhindern

Gemäss Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) befindet sich der Kanton Bern in einer ruhigen Covid-Phase: «Jedoch wird das Virus in kälteren Jahreszeiten wieder aktiver werden.» Er empfehle daher allen Bernerinnen und Bernern sich bis im Herbst doppelt gegen Covid-19 impfen zu lassen. Er blicke mit Zuversicht in die Zukunft und hoffe, bald neue Lockerungen bekanntgeben zu können: «Wenn wir Glück haben, können wir sogar ganz auf Massnahmen verzichten.»

Dennoch warnt der Regierungsrat davor, nachsichtig zu werden: «Die Krise ist zu einem grossen Stück hinter uns, aber noch nicht überstanden.» Es sei wichtig, dass die Bevölkerung weiterhin die angeordneten Massnahmen und Sicherheitsvorschriften befolge. Auch gerade in Bezug auf die Sommerferien: «Wer von den Ferien zurückkommt, soll das Virus nicht mitbringen.» All dies sei notwendig, damit es im Herbst nicht wieder zu einem Lockdown käme.

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