Lapsus in Schlieren ZH: Kanton beschriftet Tafel bei neuer Kreuzung falsch
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Lapsus in Schlieren ZHKanton beschriftet Tafel bei neuer Kreuzung falsch

Auf der neuen Goldschlägi-Kreuzung in Schlieren führen gemäss Signalisation gleich zwei Strassen nach Bern. Laut Baudirektion ein Fehler – sie hat dort ohnehin noch ein anderes Problem.

von
rom
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Die neue Goldschlägi-Kreuzung in Schlieren am 10. Oktober 2016: Die mittlere Fahrspur ist korrekt beschriftet, die rechte jedoch falsch. Statt «Bern» sollte «Baden» stehen.

Die neue Goldschlägi-Kreuzung in Schlieren am 10. Oktober 2016: Die mittlere Fahrspur ist korrekt beschriftet, die rechte jedoch falsch. Statt «Bern» sollte «Baden» stehen.

rom
Diese Tafeln sind richtig beschriftet. Laut kantonaler Baudirektion ist «ein Fehler» passiert.

Diese Tafeln sind richtig beschriftet. Laut kantonaler Baudirektion ist «ein Fehler» passiert.

rom
Rund 100 Meter weiter vorne befindet sich die bestehende Haller-Kreuzung - mit der korrekten Signalisation.

Rund 100 Meter weiter vorne befindet sich die bestehende Haller-Kreuzung - mit der korrekten Signalisation.

rom

Mehr als 19'000 Fahrzeuge sind täglich auf der Bernstrasse in Schlieren unterwegs. Um den neuen Stadtteil Rietbach besser zu erschliessen, haben der Kanton Zürich und die Stadt Schlieren die Goldschlägi-Kreuzung in den letzten Monaten ausgebaut. Seit einigen Tagen hängen nun die Wegweiser über der Strasse – mit einer seltsamen Auswahl der Zielorte.

Wer von Zürich Richtung Dietikon unterwegs ist, hat gemäss der Wegweiser neu zwei Möglichkeiten, um nach Bern zu gelangen: Die mittlere Spur führt wie gehabt nach Bremgarten und Bern (Hauptstrasse Nummer 1), die rechte Spur führt nach Basel und ebenfalls nach Bern (Hauptstrasse Nummer 3).

«Sehr niedrige Fehlerquote»

«Da ist uns ein Fehler unterlaufen und dafür möchten wir uns entschuldigen», sagt Thomas Maag, Sprecher der kantonalen Baudirektion. Korrekterweise müsste bei der rechten Spur statt «Bern» eben «Baden» stehen. Man werde dies in den nächsten Tagen korrigieren. Hierfür muss ein Teil der Tafel neu gedruckt und ersetzt werden. Die Kosten sind überschaubar: ein tiefer dreistelliger Betrag.

Bereits Anfang Jahr hatte eine falsch gedruckte Tafel für Schlagzeilen gesorgt: Nach der Eingemeindung von Kyburg in die Stadt Illnau-Effretikon benötigte der Ortsteil Ettenhusen eine neue Tafel. Dort stand prompt «Ettenhausen» geschrieben. «Bei den Hunderten von Signalisations- und Wegweisertafeln, die wir jährlich montieren, sind zwei Fehler pro Jahr zwar immer noch ärgerlich, aber trotzdem eine sehr niedrige Fehlerquote», sagt Maag.

Wann kommt der Deckbelag?

Beim Tiefbauamt hat man bezüglich der Goldschlägi-Kreuzung in Schlieren ohnehin noch andere Sorgen: Mit dem Einbau des Deckbelags wird es eng. Wochenlang war das Wetter hierfür ideal, doch ausgerechnet am ersten Oktober-Wochenende, als die Arbeiten hätten ausgeführt werden sollen, regnete es stark. Und am zweiten Oktober-Wochenende funkte die Kälte dazwischen.

Laut Maag dürfen die Temperaturen tagsüber nicht unter 15 Grad fallen. Weiter muss es trocken sein, die Baufirma muss die nötige Personalkapazität zur Verfügung haben und schliesslich sollten die Arbeiten wegen der Vollsperrung möglichst an einem verkehrsarmen Wochenende ausgeführt werden.

«Ob dies noch vor dem Winter möglich sein wird, ist zurzeit unklar», sagt Maag. Im schlimmsten Fall könne man den Deckbelag halt erst im Frühling einbauen und die Autos würden den Winter durch auf der so genannten Bindeschicht fahren. Maag: «Dem Strassenbelag schadet das nicht.»

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