Aktualisiert 03.03.2020 18:30

«Enger körperlicher Kontakt»

Zürich empfiehlt Clubs, alle Partys abzusagen

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat neue Empfehlungen wegen des Coronavirus erlassen. Partys sollen nicht durchgeführt werden.

von
tam/dk
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Per sofort hat die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich neue Empfehlungen wegen des Coronavirus erlassen.

Per sofort hat die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich neue Empfehlungen wegen des Coronavirus erlassen.

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Zwar bleiben Veranstaltungen unter 1000 Personen weiterhin erlaubt.

Zwar bleiben Veranstaltungen unter 1000 Personen weiterhin erlaubt.

Keystone/Martin Ruetschi
Der Kanton ruft die Bevölkerung aber dazu auf, auf Veranstaltungen mit engen Kontakten zu verzichten.

Der Kanton ruft die Bevölkerung aber dazu auf, auf Veranstaltungen mit engen Kontakten zu verzichten.

Keystone/Gaetan Bally

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat per sofort neue Empfehlungen wegen des Coronavirus erlassen. Zwar bleiben Veranstaltungen unter 1000 Personen weiterhin erlaubt. Der Kanton ruft die Bevölkerung aber dazu auf, auf Veranstaltungen mit engen Kontakten zu verzichten.

Zur Verminderung des Übertragungsrisikos spricht die Gesundheitsdirektion folgende Empfehlungen für Veranstaltungen aus:

1. Veranstaltungen jeder Grösse mit teilnehmenden Gruppen aus den betroffenen Gebieten (Italien, China, Südkorea, Iran) sollen nicht durchgeführt werden.

2. Veranstaltungen mit vielen Personen in engem körperlichem Kontakt in geschlossenen Räumen sollen nicht durchgeführt werden (zum Beispiel Clubs).

3. Veranstaltungen mit externen Teilnehmenden in Alters- und Pflegeheimen sollen nicht durchgeführt werden.

Der zweite Punkt könnte praktisch das temporäre Aus für das Zürcher Nachtleben bedeuten. Die Gesundheitsdirektion verbietet Partys nicht, setzt aber auf die Eigenverantwortung.

Die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten ist von Montag auf Dienstagnachmittag 13 angestiegen – das sind 4 neue Fälle. Es handelt sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 22 und 28 Jahren. Sie haben sich bei bereits bekannten Fällen angesteckt. Wie die Gesundheitsdirektion schreibt, gehe es den meisten Betroffenen so gut, dass sie nicht hospitalisiert sein müssten, wenn sie nicht positiv getestet worden wären.

Beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) heisst es auf Anfrage, dass der Bund momentan im Gespräch mit den Kantonen sei, um entsprechende Guidelines zu erarbeiten. Eine Empfehlung, wie sie die Gesundheitsdirektion gemacht hat, liege in der Kompetenz der Kantone.

Das sagten die Partygänger an der Zürcher Langstrasse am vergangenen Wochenende zum Coronavirus. (tam/dk/sda)

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