Kanton hat 900 Stellen abgebaut

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Kanton hat 900 Stellen abgebaut

Im Zusammenhang mit seinen Sparübungen hat der Kanton Zürich bis Ende 2005 insgesamt 912,6 Stellen abgebaut.

Von natürlichen Abgängen und regulären Pensionierungen abgesehen, waren vom Stellenabbau 711 Personen betroffenen.

Für 322 Personen wurde eine Lösung gefunden, wie der Regierungsrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage von Julia Gerber Rüegg (SP, Wädenswil) und Erika Ziltener (SP, Zürich) schreibt. Es handle sich um neue Stellen, Versetzungen, Frühpensionierungen oder Anpassungen des Beschäftigungsgrads.

Keine Information hat der Regierungsrat von 304 Betroffenen, vor allem von Lehrkräften. Angesichts des Stellenmarktes für Lehrkräfte geht er aber davon aus, dass nur wenige Personen keine neue Stelle finden konnten. Die besondere Situation in der Bildungsdirektion ausgeklammert, ergibt sich gemäss Regierung, dass bei 70 Prozent der betroffenen Mitarbeitenden eine Lösung gefunden werden konnte.

Mitarbeitende mit guter Ausbildung und der Fähigkeit, sich rasch auf neue Situationen einzustellen, waren schneller in der Lage, eine neue Anstellung zu finden. Angehörige von hoch spezialisierten Berufen - Archäologen etwa - hatten nur geringe Chancen. Weitere Einflussfaktoren lassen sich nicht verallgemeinern.

Statistische Angaben über die Aufteilungen in Männer und Frauen, wie sie die SP-Kantonsrätinnen gefordert hatten, lägen nicht vor. Gemessen am Geschlechterverhältnis der Anstellungen seien Frauen und Männer etwa gleich betroffen, schreibt der Regierungsrat.

Die Gesamtzahl sei bei Frauen aber bedeutend höher als bei Männern, da die vom Personalabbau überdurchschnittlich betroffenen Gesundheits- und Bildungswesen hohe Frauenanteile aufweisen.

(sda)

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