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Herisau ARKanton macht Arztpraxis wegen fehlendem Schutzkonzept dicht

Bei einer Nachkontrolle wurde festgestellt, dass eine Arztpraxis im Kanton AR trotz Ermahnung noch immer kein Schutzkonzept hatte. Der Kanton schloss deshalb die Praxis. Sie kann erst wieder öffnen, wenn ein Schutzkonzept steht.

von
Leo Butie
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Eine Arztpraxis im Kanton Appenzell Ausserrhoden wurde durch das Arbeitsinspektorat geschlossen. (Symbolbild)

Eine Arztpraxis im Kanton Appenzell Ausserrhoden wurde durch das Arbeitsinspektorat geschlossen. (Symbolbild)

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Dies, weil die Praxis über kein Schutzkonzept verfügte. 

Dies, weil die Praxis über kein Schutzkonzept verfügte.

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Alle Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben müssen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen. Vor Weihnachten musste das Arbeitsinspektorat feststellen, dass die Praxis über kein Schutzkonzept verfügte. 

Alle Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben müssen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen. Vor Weihnachten musste das Arbeitsinspektorat feststellen, dass die Praxis über kein Schutzkonzept verfügte.

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Darum gehts

  • Eine Arztpraxis im Kanton Appenzell Ausserrhoden wurde durch den Kanton geschlossen.

  • Bei einer Kontrolle vor Weihnachten stellte sich heraus, dass die Praxis kein Schutzkonzept hatte.

  • Als bei der Nachkontrolle immer noch kein Schutzkonzept bestand, schloss der Kanton die Praxis.

  • Diese kann wieder öffnen, sobald die Praxis ein entsprechendes Konzept hat.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, müssen Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen. Kurz vor Weihnachten stellte das Arbeitsinspektorat des Kantons Appenzell Ausserrhoden bei einer Kontrolle fest, dass eine Arztpraxis über kein ausreichendes Schutzkonzept verfügte. «Hygiene- und Abstandregeln wurden nicht eingehalten», schreibt der Kanton Appenzell Ausserrhoden am Dienstag in einer Medienmitteilung.

Am vergangenen Freitag wurde eine Nachkontrolle durchgeführt, wobei man feststellen musste, dass noch immer kein Schutzkonzept vorlag und dementsprechend nicht umgesetzt werden konnte. «Das kantonale Arbeitsinspektorat verfügte deshalb die umgehende Schliessung der Arztpraxis», heisst es in der Mitteilung weiter.

Arzt muss Schutzkonzept nachreichen

Für den Arzt gibt es bislang keine weiteren Konsequenzen. «Die Praxis bleibt geschlossen, bis ein entsprechendes Schutzkonzept steht», sagt Daniel Lehmann, Leiter Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons. «Es ist die einzige Arztpraxis im Kanton, die über kein Schutzkonzept verfügt», so Lehmann.

Den Arzt habe man nun aufgefordert, ein korrektes Konzept zu erstellen und die Mängel in seiner Praxis zu beheben. Nach einer Prüfung darf die Praxis wieder öffnen. «Im Falle einer Nichteinhaltung der Verfügung kann die verantwortliche Person zur Anzeige gebracht werden», schreibt der Kanton abschliessend.

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