Farbiger Zebrastreifen in Rebstein – Kanton St. Gallen stellt Strafantrag gegen Regenbogen-Sprayer
Publiziert

Farbiger Zebrastreifen in Rebstein Kanton St. Gallen stellt Strafantrag gegen Regenbogen-Sprayer

Mitte September wurde ein Fussgängerstreifen in Rebstein SG mit Regenbogenfarben übersprüht. Der Kanton St. Gallen hat nun mit einem Strafantrag gegen Unbekannt darauf reagiert.

von
Pascal Eicher
1 / 2
In Rebstein SG, beim Rebster Markt, ziert ein regenbogenfarbiger Fussgängerstreifen eine Kantonsstrasse.

In Rebstein SG, beim Rebster Markt, ziert ein regenbogenfarbiger Fussgängerstreifen eine Kantonsstrasse.

Strassenkreisinspektorat Buchs SG
Der Streifen soll noch während der Herbstferien wieder gelb bemalt werden.

Der Streifen soll noch während der Herbstferien wieder gelb bemalt werden.

Strassenkreisinspektorat Buchs SG

Darum gehts

  • Mitte September wurde ein Fussgängerstreifen in Rebstein SG mit Regenbogenfarben besprüht.

  • Der Kanton St. Gallen hat nun einen Strafantrag gegen Unbekannt gestellt.

  • Zuvor wurden unter anderem auch in Balgach SG und Widnau SG Fussgängerstreifen regenbogenfarbig eingesprüht.

Im Vorfeld der Abstimmung zur «Ehe für alle» wurde in Rebstein SG ein Fussgängerstreifen auf einer Kantonsstrasse beim Rebster Markt mit Regenbogenfarben besprüht, wie der Rheintaler (Bezahlartikel) am Dienstag berichtete. Nun hat der Kanton St. Gallen einen Strafantrag gegen Unbekannt gestellt, wie Hanspeter Krüsi, Leiter Kommunikation der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage bestätigt. «Es handelt sich hierbei um Sachbeschädigung, daher haben wir uns in Absprache mit dem Kanton für einen Strafantrag entschieden», sagt Urs Kurath, Leiter des Strassenkreisinspektorats in Buchs SG.

Der mit politischer Botschaft versehene Fussgängerstreifen soll nun auch wieder in gewohnter Farbe erscheinen. «Ich gehe davon aus, dass der Fussgängerstreifen bis nach den Herbstferien wieder gelb sein wird. Wir warten nur noch auf trockenes Wetter, um die Arbeiten vorzunehmen», sagt Kurath. Die Kosten beliefen sich auf 1000 Franken für das Abfräsen der Farbe sowie weitere 1500 Franken, um den Streifen neu zu bemalen, sagt Kurath weiter. Nicht zuletzt aufgrund der anfallenden Kosten werde der Schuldige gesucht, sagt der Inspektoratsleiter.

Zur Täterschaft weiss man einzig, dass es sich um eine politisch aktive Person gehandelt haben muss. Der Streifen wird jedoch nicht aufgrund der LGBTQ-Botschaft in seinen alten Zustand zurückversetzt: «Die Botschaft hinter dem Fussgängerstreifen stört uns nicht. Aber der Streifen muss trotzdem wieder in gelb gemalt werden, damit er seine Funktion richtig erfüllen kann», sagt Kurath hierzu.

Nicht der einzige bunte Streifen

Auch in Balgach SG und Widnau SG wurden Fussgängerstreifen bunt eingefärbt. Der Rheintaler (Bezahlartikel) sprach mit dem Aktivisten, der die Streifen in Balgach und Widnau neu eingefärbt hatte. Sein Ziel sei es gewesen, Aufmerksamkeit für die Benachteiligung der LGBTQ-Community zu wecken. Dies gelinge am besten, wenn man Regeln breche, sagte der Aktivist. Er hofft nun, dass viele seinem Beispiel folgen und ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen. Ob er auch hinter dem regenbogenfarbigen Fussgängerstreifen in Rebstein steckt, ist nicht bekannt. Die Streifen in Balgach und Widnau wurden inzwischen wieder gelb übermalt, wie die entsprechenden Gemeindeverwaltungen auf Anfrage von 20 Minuten mitteilen.

Die LGBTQ-Bewegung

Die Regenbogenflagge ist ein Symbol der LGBTQ-Bewegung. Die Abkürzung LGBTQ steht für lesbian, gay, bisexual, transgender, queer. Die Bewegung vertritt die Rechte und Interessen aller non-binären und/oder nicht heterosexuellen Personen. Auch im Zuge der Abstimmung über die «Ehe für alle» wurde diese Symbolik oft in Kampagnen und Bannern genutzt.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

31 Kommentare