Notfallszenario: Kanton Uri rüstet Trinkwasserversogung auf

Publiziert

NotfallszenarioKanton Uri rüstet Trinkwasserversogung auf

Die Urner Regierung verlangt von den rund 80 Trinkwasserversorgern im Kanton einen Notfallplan. So soll die Bevölkerung auch in Notfällen genügend Wasser zur Verfügung haben.

Laut Konzept sollen jedem Bürger drei Tage nach einem Ereignis mindestens vier Liter Trinkwasser pro Tag zur Verfügung stehen.

Laut Konzept sollen jedem Bürger drei Tage nach einem Ereignis mindestens vier Liter Trinkwasser pro Tag zur Verfügung stehen.

Damit im Kanton Uri nach Katastrophen wie Felsstürzen, Überschwemmungen oder Sabotageakten das Trinkwasser nicht knapp wird, sollen sich die Versorger entsprechend rüsten. Die Regierung verlangt von ihnen eine umfangreiche Notfallplanung.

Das Urner Amt für Umweltschutz hat am Mittwoch ein entsprechendes Konzept für die Trinkwasserversorgung in Notlagen in die Vernehmlassung geschickt. Diese dauert bis am 6. Oktober.

In den 20 Urner Gemeinden sind rund 80 Versorger für die Bereitstellung und Verteilung von Trinkwasser zuständig. Damit der Bevölkerung auch in Notfällen genügend sauberes Wasser zur Verfügung steht, sollen die Trinkwasserversorger entsprechende Massnahmen treffen.

Drei Tage nach dem Ereignis mindestens vier Liter Wasser

Vorgesehen ist unter anderem die Erstellung umfangreicher Dokumentationen zur Wasserversorgung und Notfallplanung in den einzelnen Gebieten. Kommen durch die Planung Mängel zu Tage, müssen die Wasserversorger personelle oder bauliche Massnahmen treffen. Dazu zählen unter anderem die Erschliessung zusätzlicher Wasservorkommen.

Das Konzept sieht vor, dass jedem Bürger drei Tage nach einem Ereignis mindestens vier Liter Trinkwasser pro Tag zur Verfügung stehen. Ab dem sechsten Tag sollen es 15 Liter sein. Personen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen sollen dann gar über 100 Liter am Tag verfügen können. Auch Betriebe, die lebenswichtige Güter herstellen, müssen ausreichend mit Trinkwasser versorgt werden.

Als mögliche Notfallszenarien bezeichnet die Urner Regierung etwa Überschwemmungen, Felsstürze, längere Stromausfälle, Gewässerverschmutzungen oder Sabotageakte. Der nun von der Urner Regierung vorgelegte Konzeptentwurf geht auf eine Verordnung des Bundes von 1992 zurück. Diese verpflichtet Kantone, Gemeinden und Wasserversorger, für Notfälle die notwendigen Vorkehrungen zu treffen.

(SDA)

Deine Meinung