Religionsfreiheit: Kanton weist Beschwerden gegen Islam-Zentrum ab
Aktualisiert

ReligionsfreiheitKanton weist Beschwerden gegen Islam-Zentrum ab

Das türkisch-islamische Begegnungszentrum in Ostermundigen darf grundsätzlich gebaut werden.

Der Kanton Bern hat die Baubeschwerden aus der Nachbarschaft abgewiesen und die von der Gemeinde erteilte Baubewilligung bestätigt.

Die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) habe bei der Beurteilung der Beschwerden der Auffassung der Gemeinde eine besondere Bedeutung beigemessen, teilte der Kanton am Donnerstag mit.

Ostermundigen habe detailliert nachgewiesen, dass die Gemeinde in der Vergangenheit mehrere ähnliche Bauten, die kulturell und religiös genutzt werden, in der Wohn- und Gewerbezone als zonenkonform bewilligte. So sei auch die Baubewilligung für das Begegnungszentrum an der Oberdorfstrasse 2 rechtlich haltbar.

Ausserdem verteilten sich die Aktivitäten der Besucherinnen und Besucher des Zentrums auf den ganzen Tag. Ihnen stünden auch genügend Parkplätze zur Verfügung, heisst es in der Mitteilung des Kantons weiter. Die zu erwartenden Störungen seien nicht überdurchschnittlich hoch. Die Nachbarn hatten solche befürchtet.

Die Gemeinde muss nun die genauen Nutzungsanforderungen festlegen. Der Bau eines Minaretts ist in Ostermundigen nicht geplant. Der Entscheid der BVE kann innert 30 Tagen beim Vewaltungsgericht des Kantons Bern angefochten werden. (sda)

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