25.03.2020 17:45

Kanton AIKanton will keine Besucher mehr im Alpstein

Viele Menschen suchen in der Coronakrise einen Ausgleich in der Natur. Zahlreiche zieht es dabei in den Alpstein. Damit soll nun Schluss sein.

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«Ausflüge in den Alpstein während der Coronakrise sollen unterlassen werden. Wir wollen handeln, bevor es zu spät ist», so Albert Elmiger vom Kantonalen Führungsstab des Justiz-, Polizei-, und Militärdepartements des Kantons Appenzell Innerrhoden.

«Ausflüge in den Alpstein während der Coronakrise sollen unterlassen werden. Wir wollen handeln, bevor es zu spät ist», so Albert Elmiger vom Kantonalen Führungsstab des Justiz-, Polizei-, und Militärdepartements des Kantons Appenzell Innerrhoden.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Laut Elmiger suchen viele Menschen wegen des Coronavirus einen Ausgleich in der Natur. Zahlreiche zieht es dabei in den Alpstein. (Symbolbild)

Laut Elmiger suchen viele Menschen wegen des Coronavirus einen Ausgleich in der Natur. Zahlreiche zieht es dabei in den Alpstein. (Symbolbild)

Keystone/Melanie Duchene
Er bittet die Bevölkerung eindringlich, der Empfehlung des Bundesrats zu folgen und zuhause zu bleiben.

Er bittet die Bevölkerung eindringlich, der Empfehlung des Bundesrats zu folgen und zuhause zu bleiben.

Keystone/Gian Ehrenzeller

«Ausflüge in den Alpstein während der Coronakrise sollen unterlassen werden. Wir wollen handeln, bevor es zu spät ist», so Albert Elmiger vom Kantonaler Führungsstab des Justiz-, Polizei-, und Militärdepartements des Kantons Appenzell Innerrhoden. Seit dem 16. März 2020 befindet sich die Schweiz in einer ausserordentlichen Lage gemäss Epidemiengesetz. Der Bundesrat hat der Bevölkerung empfohlen, zuhause zu bleiben, Abstand

zu halten und die Hygienevorschriften zu befolgen. «Entgegen der Empfehlung des Bundesrats muss aber festgestellt werden, dass sich sehr viele Personen am und im Alpstein aufhalten», heisst es am Mittwoch in einer Mitteilung des Kantons Appenzell Innerrhoden. Laut Elmiger sind es sogar um einiges mehr, also noch vor der Coronakrise.

Er bittet die Bevölkerung eindringlich, der Empfehlung des Bundesrats zu folgen und zuhause zu bleiben. «Wir können es der Bevölkerung nicht verbieten, in den Alpstein zu kommen. Doch unsere Empfehlung ist ein dringender Appell», sagt Elmiger.

Keine Toiletten im Alpsteinraum

Laut Elmiger nutzen viele Alpstein-Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel. Dies führe aufgrund eines verdünnten Fahrplanes der Appenzeller Bahnen zu überfüllten Zügen. «Wir haben schon Reklamationen von Pendlern erhalten, die mit öV zur Arbeit müssen, dass sie deswegen keinen Platz mehr in den Wagons finden.» Zudem sei es schwierig, die vorgegebene Abstandsregel einzuhalten. Doch mit dem Auto anzureisen, sei auch nicht die Lösung. «Wir wollen eine komplette Ausgangsperre verhindern und nicht überfüllte Parkplätze im Alpstein fördern», so Elmiger.

Restaurants und Luftseilbahnen sind weder im Alpstein noch an den Ausgangsorten geöffnet. Es bestehe also keine Möglichkeit, in einem Restaurant einzukehren. Zudem stehen im ganzen

Alpsteinraum keine Toiletten zur Verfügung. «Wir erwarten nicht von den Wirten ihre Toiletten für Passanten offen zu lassen und diese ständig für sie zu reinigen», so Elmiger.

Weniger Fälle im Kanton

«Ich denke viele Menschen schauen sich die Statistik der Anzahl infizierter Fälle an und kommen dann hierher, weil unser Kanton nicht so stark betroffen ist», so Elmiger. So würden sich die Menschen im Innerrhoden sicherer fühlen. Dabei gehe jedoch die Dunkelziffer vergessen.

Für zukünftige Kontrollen vor Ort sei die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden zuständig. Zudem werde man an den Ausgangspunkten des Alpstein jeweils Tafeln, mit Hinweisen auf die vom Bund getroffenen Massnahmen und der Bitte nach Hause zu gehen, aufstellen. Für einen Spaziergang an der frischen Luft eigne sich die unmittelbare Umgebung des eigenen Wohnorts, heisst es in der Mitteilung.

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