Aktualisiert 27.01.2011 18:39

ZürichKanton zahlt 30 Millionen für Erweiterung

Gute Nachrichten für Kunstliebhaber: Den geplanten Erweiterungsbau des Kunsthauses will die Zürcher Regierung mit 30 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds unterstützen. Zudem will sie als Landbesitzer das benötigte Areal am Heimplatz gratis im Baurecht abgeben.

Kanton zahlt 30 Millionen an

Das Kunsthaus zähle zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Schweiz, heisst es in der Mitteilung des Regierungsrates vom Donnerstag. Mit dem Erweiterungsbau nach dem Entwurf des britischen Architekten David Chipperfield könne das Kunsthaus seine Flächen für die Sammlung, für Ausstellungen und Besucherservice deutlich erhöhen.

Der geplante Bau nimmt das Areal der alten Kantonsschule mit den beiden Turnhallen und den Pavillonbauten der Pädagogischen Hochschule in Anspruch. Dieses rund 8000 Quadratmeter grosse Grundstück stellt der Kanton in einem unentgeltlichen 80-jährigen Baurecht zur Verfügung.

Bauherrin ist die Einfache Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterung, zu der sich die Stiftung Zürcher Kunsthaus, die Zürcher Kunstgesellschaft und die Stadt Zürich zusammengeschlossen haben. Das Projektmanagement liegt beim Hochbaudepartement der Stadt Zürich.

Insgesamt wird mit Baukosten von 180 Millionen Franken gerechnet. Davon wollen Stadt und Zürcher Kunstgesellschaft je 75 Millionen, der Kanton 30 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds aufbringen. Die Stadt Zürich wird voraussichtlich 2012 über ihren Beitrag abstimmen lassen.

Der Lotteriefondsbeitrag sowie die Einräumung des Baurechts kommen nur dann zustande, wenn die Stadt sich im vorgesehenen Umfang am Projekt beteiligt. Sollte der städtische Beitrag reduziert werden, würde sich auch der beim Kantonsrat beantragte Betrag von 30 Millionen Franken des Kantons anteilmässig reduzieren, heisst es weiter. (sda)

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