Kantonalbanken erzielten Rekordgewinn
Aktualisiert

Kantonalbanken erzielten Rekordgewinn

Die 24 Kantonalbanken und ihre Tochtergesellschaften haben letztes Jahr den Finanzmarktturbulenzen und der Subprime-Krise in den USA getrotzt.

Sie zeigten am Mittwoch für 2007 einen Rekordgewinn von insgesamt 3,13 Milliarden Franken. Für 2008 herrscht verhaltene Zuversicht.

Der gesamte Jahresgewinn der Kantonalbankengruppe stieg gegenüber 2006 um 4,8 Prozent auf die Rekordhöhe von 3,135 Milliarden Franken, wie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken am Mittwoch in Basel mitteilte. Alle Institute präsentierten gemäss Mitteilung gute Resultate, und keines wurde durch die amerikanische Subprime-Krise direkt betroffen.

Der gesamte Betriebsertrag wuchs um 1,6 Prozent auf 8,816 Milliarden Franken. Wichtigster Ertragspfeiler blieb das Zinsengeschäft, dessen Erfolg um 5,1 Prozent auf 5,341 Milliarden Franken zunahm. Der Erfolg des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts stieg sogar um 6,3 Prozent auf 2,352 Milliarden Franken. Im Handelsgeschäft gab es einen Rückgang um 15,7 Prozent auf 752,8 Millionen Franken. Der Personalaufwand stieg um 1,9 Prozent auf 2,726 Milliarden Franken, der Sachaufwand um 6,8 Prozent auf 1,607 Milliarden Franken. Der Posten Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste reduzierte sich insgesamt um 18,7 Prozent auf 175 Millionen Franken.

Die Bilanzsumme wurde um 5,0 Prozent auf 371,4 Milliarden Franken erhöht. Die Ausleihungen an Kunden legten um 3,0 Prozent auf 275,4 Milliarden Franken zu. Laut Mitteilung wuchsen die Ausleihungen an kleine und mittlere Unternehmungen (KMU) gruppenweit um 6,0 Prozent auf 42,8 Milliarden Franken. Im Hypothekargeschäft wurde die führende Marktposition gemäss den Angaben verteidigt: Das Hypothekarvolumen der Kantonalbanken stieg um 2,4 Prozent auf 232,6 Milliarden Franken. Die Verpflichtungen gegenüber Kunden lagen Ende 2007 mit 208,9 Milliarden Franken 4,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die gruppenweit verwalteten Vermögen stiegen um 1,8 Prozent auf 340,6 Milliarden Franken. Zusammen mit Treuhand-, Spar- und Kundengeldern sowie Kassenobligationen summierten sie sich auf 532,6 Milliarden Franken und lagen damit 3,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Den Kantonen überwiesen die Kantonalbank-Stammhäuser rund 3,3 Milliarden Franken, in Form von Ausschüttungen, Steuern und Unternehmenswertsteigerungen. Dies entsprach rund der Hälfte der direkten Wertschöpfung von etwa 6,5 Milliarden Franken. Auf Minderheitseigner entfielen 650 Millionen Franken.

Die Aussichten aufs laufende Geschäftsjahr werden laut dem Kantonalbankenverband verhalten positiv beurteilt. Falls die Unsicherheit an den Finanzmärkten nicht noch weitere Auswirkungen hat, erwarten die meisten Staatsinstitute ein ähnliches Ergebnis wie 2007. (scc) (dapd)

Deine Meinung