Aktualisiert 19.08.2009 23:39

Naturpark GantrischKantone Bern und Freiburg arbeiten zusammen

Die Kantone Bern und Freiburg wollen beim Aufbau des regionalen Naturparks Gantrisch zusammenarbeiten. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um die Region Schwarzsee ins Projekt zu integrieren.

Konkret geht es um die beiden Gemeinden Plaffeien und Oberschrot, die auf der Freiburger Seite des Gurnigels gelegen sind. Der knapp 400 Quadratkilometer grosse, regionale Naturpark befindet sich im Aufbau. Bis im kommenden Frühling werden die Stimmberechtigten in den 28 Parkgemeinden über einen Beitritt abstimmen.

Falls diese Abstimmungen positiv ausfallen, will sich der Naturpark anfang 2011 beim Bund für das definitive Label «Park von nationaler Bedeutung» bewerben.

Nicht überall ist man von der Park-Idee gleich begeistert. Mancherorts sähe man es beispielsweise lieber, wenn der wirtschaftlichen Förderung der Regionen mehr Platz gegenüber dem Naturschutz eingeräumt würde.

Würden Gemeinden an der Peripherie des Parks ablehnen, könnte einfach der Perimeter angepasst werden. Problematischer wäre es, wenn eine Gemeinde im Parkzentrum nein sagte. Dann wäre das Gesamtprojekt gefährdet.

Kantone zahlen

Die beiden Kantone Bern und Freiburg wollen die Aufbauphase bis 2011 finanziell unterstützen. Freiburg mit maximal 75'000 Franken pro Jahr, Bern mit jährlich gut 400'000 Franken, wie aus einer Mitteilung der Kantone vom Mittwoch hervorgeht.

Der regionale Naturpark Gantrisch soll sich dereinst von der Region Schwarzsee über den Gurnigelpass bis hin zum Gürbetal und dem Belpberg erstrecken.

Im Kanton Bern bewerben sich auch noch die Regionen Chasseral, Diemtigtal und Thunersee-Hohgant um das Label.

Neben Nationalpärken mit unberührten Naturlandschaften will der Bund auch Regionale Naturpärke. Sie sollen wertvolle Kulturlandschaften im ländlichen Raum erhalten und neu beleben. Daneben steht eine nachhaltige Entwicklung im Zentrum sowie die Pflege kultureller Schätze und die Vermarktung regionaler Produkte. (sda)

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