Kantone fordern mehr Einsatz für IV und externe Kinderbetreuung
Aktualisiert

Kantone fordern mehr Einsatz für IV und externe Kinderbetreuung

Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren (SODK) fordert von Bund und Arbeitgebern ein grösseres Engagement bei der Wiedereingliederung von IV-Bezügern.

Zugleich soll das Impulsprogramm für familienexterne Kinderbetreuung fortgeführt werden wie bisher, wie die SODK am Dienstag mitteilte.

Die SODK unterstütze die Bemühungen, die IV-Rentenentwicklung mit Hilfe der Früherfassung und der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess unter Kontrolle zu bringen, hält die Konferenz fest. Die Arbeitgeber müssten dabei geeignete Arbeitsplätze für Behinderte zur Verfügung stellen. Von IV und öffentlicher Hand wünschen sich die Kantone ebenfalls verstärkte Bemühungen. So sollen sie die Arbeitgeber beraten oder geeignete Rahmenbedingungen schaffen. Keinesfalls dürften die gestiegenen IV-Kosten auf die Sozialhilfe verschoben werden.

Als Strategie zur Bekämpfung der Armut in der Schweiz will die Konferenz auch das Angebot familienexterner Betreuungsplätze für Kinder ausbauen. Das aktuelle Angebot liege nach wie vor deutlich unter der Nachfrage. Künftig rechnet die Konferenz mit zunehmender Nachfrage und entsprechenden Gesuchen um Finanzhilfen. Deshalb lehnt sie die vom Bundesrat vorgeschlagene Beschränkung des Rahmenkredits auf 60 Millionen Franken als ungenügend ab. Das Bundesgesetz über die Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung müsse in der bisherigen Form weitergeführt werden, fordert die Konferenz. (dapd)

Deine Meinung