Kantone: Keine Prämien für Kinder
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Kantone: Keine Prämien für Kinder

Die kantonalen Gesundheitsdirektoren sind dafür, dass Kinder unter 18 Jahren keine Krankenkassenprämien mehr bezahlen müssen.

Deren Prämien sollen durch höhere Erwachsenenprämien finanziert werden.

In einem am Dienstag veröffentlichten Brief an die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des National- und Ständerats unterstützt die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) einen Vorschlag der Schaffhauser Regierung.

Diese hatte bereits im Juni in ihrer Vernehmlassung zur Revision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) vorgeschlagen, Familien dadurch zu entlasten, dass die Kinderprämien abgeschafft werden. Dadurch stiege zwar die Belastung der erwachsenen Prämienzahlenden, entlaste aber Familien mit mehreren Kindern deutlich.

Durch diese Neuregelung würden zudem von Seiten des Bundes und der Kantone Mittel frei, die bisher für die Verbilligung der Kinderprämien genutzt wurden. Diese Gelder sollten für die stärkere Entlastung von Erwachsenen mit niedrigen Einkommen eingesetzt werden, meinen GDK und Schaffhauser Regierung.

Gleichzeitig lehnt die GDK in ihrem Brief die von CVP und SP vorgeschlagenen Modelle zur Verbilligung der Kinderprämien ab. Diese würden zu «einer wesentlichen Mehrbelastung des Bundes und der Kantone führen» und einen grossen Verwaltungsaufwand nach sich ziehen, schreibt die GDK.

(sda)

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