30.10.2020 19:27

Süsses oder SauresKantone uneins über Halloween-Spaziergänge

An Halloween machen sich auch in der Schweiz Kinder gerne in der Nachbarschaft auf den Weg, um nach Süssigkeiten zu fragen. Während der Pandemie umstritten. Auch Kantone und Bundesbehörden sind sich nicht einig.

von
jeb
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Kinder gehen an Halloween gerne von Tür zu Tür. 

Kinder gehen an Halloween gerne von Tür zu Tür.

imago images/famveldman
Wegen der Pandemie sind solche Spaziergänge in Frage gestellt. 

Wegen der Pandemie sind solche Spaziergänge in Frage gestellt.

KEYSTONE
In Tokyo (Japan) werden einem Kind an einer Halloween-Veranstaltung die Hände desinfiziert. 

In Tokyo (Japan) werden einem Kind an einer Halloween-Veranstaltung die Hände desinfiziert.

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Darum gehts

  • An Halloween lieben Kinder es, sich zu verkleiden und von Tür zu Tür zu gehen, um nach Süssigkeiten zu fragen.

  • Wegen er Corona-Pandemie ist das nun infrage gestellt.

  • Die Meinungen bei den Kantonen sind geteilt.

  • Der Kanton Bern rät dringend davon ab.

  • Die St. Galler Kantonsärztin sieht kein Problem darin, solange man sich draussen aufhält.

  • Beim Bund ist man sich ebenfalls uneins: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) findet, dass unter Einhaltung der üblichen Regeln Halloween-Touren möglich sind, das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV) empfiehlt, Halloween-Rundgänge auf nächstes Jahr zu verschieben.

Es ist ein Dilemma für viele Familien. Sollen die Kinder während der Corona-Pandemie an Halloween von Tür zu Tür gehen, um im Quartier nach Süssigkeiten zu fragen? Und was empfehlen die Behörden? Wie das SRF-«Regionaljournal» aufzeigt, sind sie sich nicht einig. Am Donnerstag gab der Kanton Bern bekannt, dass er «dringend» von Halloween-Strassentreffen und von Tür-zu-Tür-Rundgängen abrate. An der Medienkonferenz zum Coronavirus am Freitagnachmittag bekräftigte Linda Nartey, Kantonsärztin in Bern, diese Empfehlung.

Anders sieht es im Kanton St. Gallen aus. Im «Regionaljournal» vom Freitagmorgen sagt Kantonsärztin Danuta Zemp, dass solche Rundgänge kein Problem seien, solange man sich draussen aufhalte. Die Kinder sollten darauf verzichten, in die Häuser oder Hauseingänge einzutreten. «Süssigkeiten in ein Säckli von Kindern zu schütten, ist kein Problem, solange das alles draussen passiert», so Zemp. Erwachsenen Begleitern empfiehlt sie, sich nicht in Gruppen aufzuhalten.

Auch beim Bund herrscht keine Einigkeit. «Solange die Kinder sich an die Regeln halten, können sie die Runden machen», teilte des Bundesamt für Gesundheit (BAG) SRF auf Anfrage mit. Eine gegenteilige Antwort kommt vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV): Man solle dieses Jahr auf die Rundgänge verzichten.

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5 Kommentare
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Edi Schuldber

31.10.2020, 22:26

Was soll das? Halloween ist US-Amerikanischer Import! Unsere Teadition wären die „Räbaliechtli“! Also heuer Verbot wie andere Traditionen! Aber ja, die Schweiz ist amerikanischer Satellitenstaat.

Aslan

31.10.2020, 06:34

Da zeigt sich ob die Leute bereit zu verzichten. Wenn die Kleine richtig aufgeklärt werden verstehen sie warum es dieses Jahr nicht geht. Übrigens wir leben in der Schweiz und nicht in der USA .

Clown

30.10.2020, 20:21

Das ist kein Brauch hier, also braucht es das auch nicht hier.