Aktualisiert 04.12.2013 23:20

Gegen SchatzjägerKantonsarchäologie warnt Raubgräber mit Trickfilm

Die Luzerner Kantonsarchäologie geht gegen Raubgräber vor: Die
Bevölkerung soll diese melden. Auch im Internet kämpft man gegen das Problem.

von
gwa

Mit diesem Trickfilm und Flyern will die Kantonsarchäologie gegen illegale Schatzsucher vorgehen.

«Illegale Detektorgänger können beim Suchen grosse Schäden anrichten», sagt Kantonsarchäologe Jürg Manser. Gemeint sind Personen, die illegal mit Metalldetektoren nach archäologischen Schätzen suchen. Diesen will Manser nun das Handwerk legen: Mit Flyern und einem Videoclip will die Kantonsarchäologie die Bevölkerung auf das Problem aufmerksam machen – sie soll die illegalen Schatzsucher melden. Manser: «Wer einen Detektorgänger sieht, soll ihn nach seinem Ausweis fragen oder ihn der Kantonsarchäologie melden. Gezieltes Suchen nach antiken Gegenständen und auch das Suchen an eingetragenen Fundstellen sind verboten.»

Anstatt Fund und Ort zu melden, würden Raubgräber Gegenstände wie Münzen oder Werkzeuge nach Hause nehmen oder auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Die Fundorte bleiben dabei unbekannt. Diese seien aber wichtig: «Sie sind einmalige Quellen über das Leben unserer Vorfahren. Werden sie zerstört, ist das Wissen für immer verloren.»

Kampf gegen Raubgräber – auch im Internet

In anderen Kantonen ist es Privaten verboten, Detektoren einzusetzen. «Ein solches Verbot wäre auch in Luzern hilfreich», so Manser. Auch im Internet geht man gegen Raubgräber vor: Nach Gesprächen mit der Konferenz der Schweizerischen Kantonsarchäologen und dem Bundesamt für Kultur bietet Ebay keine antiken Fundstücke mehr an. Auch mit Ricardo sei man im Gespräch. Um Raubgräbern zuvorzukommen, setzt man in Luzern zudem ausgebildete Detektorgänger ein.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.