Kantonsarzt auf Skipiste von Rowdy schwer verletzt
Aktualisiert

Kantonsarzt auf Skipiste von Rowdy schwer verletzt

Der neue Berner Kantonsarzt Hans Gerber wurde Opfer eines Pistenrowdys. Schwer verletzt liegt er im Spital. Dabei hatte er noch Glück: «Ich hätte tot sein können.»

Seit über einem halben Jahr freute sich Professor Dr. Hans Gerber (55) auf den 1. März: Gestern sollte er nämlich die Stelle als neuer Berner Kantonsarzt antreten. Um fit zu sein, wollte er eine Woche im Südtirol Ski fahren gehen. «Ich fuhr die ganze Woche extra ganz vorsichtig», sagt Gerber.

Am Samstag – auf der letzten Abfahrt – passierte es dennoch: Ein Pistenrowdy rammte Gerber brutal von hinten. «Er muss regelrecht in mich reingeflogen sein», sagt Gerber. Der Raser traf sein Opfer an der Schulter in einer Höhe von 1,50 Metern.

«Im ersten Moment konnte ich beide Arme nicht bewegen», erzählt Gerber. Der Rowdy fuhr einfach weiter – andere Skifahrer kümmerten sich um das Opfer. Bald war klar, dass die linke Schulter operiert werden musste. Weil wegen dem heftigen Schneefall kein Helikopter fliegen konnte, fuhr Gerbers Frau ihn im Privatauto vom Tirol nach Bern. Gerber: «Ich musste die Zähne zusammenbeissen.»

Der Pechvogel landete nun im Spitalbett statt im neuen Büro. Er will aber nicht hadern: «Es hätte viel schlimmer ausgehen können: Hätte mich der Rowdy 20 Zentimeter weiter oben getroffen, wäre ich vermutlich tot.»

Andrea Abbühl

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