Ende des Shutdown: Kantonsarzt rechnet mit Verlängerung der Massnahmen bis Mai
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Ende des ShutdownKantonsarzt rechnet mit Verlängerung der Massnahmen bis Mai

Der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen wendet sich mit einem Twitter-Thread an die Bevölkerung, sie solle durchhalten: Denn Lockerungen Ende Februar sind unrealistisch.

von
Oliver Braams
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Kantonsarzt Basel-Stadt, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte Thomas Steffen während Pressekonferenz in Bern.

Kantonsarzt Basel-Stadt, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte Thomas Steffen während Pressekonferenz in Bern.

20 Minuten
Thomas Steffen, Kantonsarzt Basel-Stadt.

Thomas Steffen, Kantonsarzt Basel-Stadt.

20 Minuten
Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt. 

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt.

Werner Indlekofer

Darum gehts

  • Für den Basler Kantonsarzt Thomas Steffen sind Lockerungen im März unrealistisch.

  • Bereits Alain Berset macht am Freitag eine ähnliche Aussage.

  • Lockerungen gebe es wohl erst Mitte Frühling.

Einige Bemerkungen zur gegenwärtigen Lage der Pandemie machte am Wochenende der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen auf Twitter. Bundesrat Alain Berset hatte die Bundesrats-Parteien am Freitag informiert, dass die Corona-Regeln nicht so bald gelockert werden können. Mit einem sechs-teiligen Twitter-Thread wendet sich der Kantonsarzt aus Basel-Stadt an die Bevölkerung und stellt sie darauf ein, dass sie erst im Frühling mit Lockerungen rechnen kann.

Der Ausgang aus der Krise sei zwar sichtbar, so sein Appell, der Weg dahin sei aber steinig. Die kommenden Monate würden schwierig, denn es brauche «noch immer erhebliche Massnahmen, um den Virus zurückzudrängen, der sich weiter an die Situation anpasst», so Steffen.

Dank der Impfung werde die Ausbreitung des Virus jeden Tag ein bisschen gebremst. Die Corona-Massnahmen, Testungen und das Contact Tracing würden dabei ebenfalls helfen, die Krankheitslast in der Bevölkerung zu reduzieren. Aber: «Wir werden erst im Laufe des Frühlings an einem Punkt sein, wo die Impfung die Krankheitslast genügend reduziert, damit wir gegebenenfalls Massnahmen schrittweise reduzieren können», so Steffen weiter.

Ansteckungen unter den Jüngeren könnten steigen

Wie der Kantonsarzt in einem zusätzlichen Tweet schreibt, könnte jedoch gerade die Impfung älterer Bevölkerungsteile zur Folge haben, dass die Ansteckungen unter den jüngeren Altersgruppen zunehmen. «Wenn zwar die Krankheitslast durch die Impfung bei den Älteren reduziert ist, aber noch nicht ausreichend für das Ansteckungspotential des Virus, dann kann die Krankheitslast bei den Jüngern sogar steigen», schliesst er aus Zahlen aus Israel.

Gegenüber Telebasel präzisierte Steffen sodann seine Prognose für das Ende des Shutdowns auf Ende Mai. Dies, weil aufgrund der Virus-Mutationen für den Monat März mit erneut steigenden Fallzahlen gerechnet wird. Experten wie der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri rechnen etwa damit, dass der Bundesrat wegen der Virus-Mutationen vor­übergehend gar noch schärfere Massnahmen ergreifen könnte. «Die Situation bleibt schwierig, weil die Aktivität der Virusmutationen trotz einschneidender Massnahmen zunimmt», so Hauri. Könne diese Ausbreitung nicht gebremst werden, laufe es auf weitere Verschärfungen hinaus.

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Hier findest du Hilfe:

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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