Aktualisiert 21.05.2013 19:15

Neue UmfrageKantonsfusion kommt bei Männern gut an

Bei einer Online-Umfrage stimmten knapp drei Viertel einer Kantonsfusion beider Basel zu. Die Teilnehmer waren fast ausschliesslich Männer.

von
Hannes von Wyl
Zwei Kantone, zwei Bräuche: Die Basler Fasnacht beginnt traditionell mit dem Morgestraich, davor fahren die Baselbieter am Chienbäse mit Feuerwagen durch die Liestaler Altstadt

Zwei Kantone, zwei Bräuche: Die Basler Fasnacht beginnt traditionell mit dem Morgestraich, davor fahren die Baselbieter am Chienbäse mit Feuerwagen durch die Liestaler Altstadt

Zu der im März eingereichten Initiative für eine Fusion beider Basel führte der Rheinfelder Marketing-Experte Jens Feger eine Onlineumfrage durch. Ergebnis: 71 Prozent der 689 Teilnehmer würden einer Kantonsfusion zustimmen. Mit 83 Prozent ist der Anteil der männlichen Umfrageteilnehmer aber ungewöhnlich hoch. «Erfahrungsgemäss sind es eher die Männer, die bei politischen Umfragen auf eigene Initiative mitmachen», erklärt Feger.

Die Basler LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein vom Initiativkomitee bedauert die geringe weibliche Beteiligung. «Ich bin trotzdem sehr erfreut über die hohe Zustimmung», sagt Von Falkenstein. Die Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter überrascht das Resultat nicht: «Ich spüre in der Basis, dass die Zeit reif für eine Fusion ist. Ich bin zuversichtlich, dass die Initiative durchkommt».

Resultate nicht aussagekräftig

Anders bewertet der Baselbieter SVP-Nationalrat Thomas de Courten die Umfrageresultate: «So eine Umfrage sagt wenig über die Meinung der Gesamtbevölkerung aus.» Andere Befragungen kämen schliesslich zu gegenteiligen Resultaten. Die Parteipräsidentin der Baselbieter FDP, Christine Frey, ist ebenfalls skeptisch: «Die Leute sagen schnell einmal Ja zur Fusion und kommen dann ins Grübeln, wenn es um die Details geht.» Daher seien die Resultate schwer zu beurteilen, meint Frey.

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