Covid-Demo in Olten - Kantonspolizei nimmt nach Flaschen-Angriff Stellung
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Covid-Demo in OltenKantonspolizei nimmt nach Flaschen-Angriff Stellung

Nach der Coronamassnahmen-Demonstration in Olten sorgt eine Szene, die von 20 Minuten im Live-Stream gezeigt wurde, für Diskissionen in den sozialen Medien. Die Polizei erklärt sich.

von
Christian Holzer

Darum gehts

  • Am Samstag stiessen Demonstrierende einer Massnahmen-Demo und einer Gegendemonstration aufeinander.

  • Ein Gegendemonstrant wurde mit einer Flasche angegriffen und verletzt.

  • Nachdem teilweise auch die Reaktion der Kapo Solothurn auf Social Media für Kritik sorge, veröffentlichte diese ihre Sichtweise des Einsatzes.

In Olten prallten am Samstag Teilnehmende einer Coronamassnahmen-Demontration sowie Gäste einer Gegendemonstration aufeinander. Rund 300 Personen liefen bewilligt durch die Oltner Innenstadt um gegen die Pandemiemassnahmen zu protestieren. 25 Menschen hatten sich für eine Gegendemonstration zusammengefunden und bewusst eine andere Route genommen. Dass die Lager physisch aufeinander prallten, konnten die vielen Polizistinnen und Polizisten nicht in jedem Fall verhindern. 20 Minuten berichtete live vor Ort. Im Nachhinein sorgte ein Zwischenfall für Diskussion – besonders in den sozialen Medien. Einem Teilnehmer der Gegendemonstration wurde eine Flasche über den Kopf gezogen.

Nachdem auf Twitter und anderen Medien Unverständnis über die Handlungsweise der Kantonspolizei Solothurn geäussert wurde, hat diese nun offiziell Stellung bezogen. «Die Polizei war von der Vehemenz der Provokationen der Gegendemonstrierenden gefordert», heisst es in einem Communique. Ab Mitte des Demonstrationsverlaufs hätten die Einsatzkräfte die Blockaden der Umzugsroute und direkt Konfrontationen zwischen den beiden Gruppierungen unterbinden müssen. «Dabei konnte nach vorgängiger Provokation ein unvermittelter Übergriff auf einen Gegendemonstranten nicht verhindert werden», schreibt die Polizei.

Polizistinnen und Polizisten hätten den Vorfall beobachtet und die beteiligten Personen angesprochen. «Zu diesem Zeitpunkt war die Verletzung nicht bekannt, die Situation unübersichtlich und hektisch.» Neue Aufträge an die Polizeikräfte hätten es verunmöglicht, die Personalien festzustellen. Das Opfer sei zweimal von der Polizei angesprochen und ihm sei Hilfe angeboten worden, zudem hätten Polizisten aktiv nachfragt. «Er äusserte sich im Sinne, dass er mit der Polizei nichts zu tun haben wolle.» Der gesamte Einsatz werde intern aufgearbeitet.

Mutmasslicher Täter im Internet veröffentlicht

Derweil werden Fotos und Videoaufnahmen des mutmasslichen Flaschenangreifers in den sozialen Medien fleissig veröffentlicht. Anhängerinnen und Anhänger der Gruppen, welche zur Gegendemonstration aufgerufen hatten, verlangen, dass die Polizei handelt und der Mann bestraft wird.

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