Aktualisiert 17.03.2004 20:50

Kantonspolizistin muss für Hundeattacke haften

Der Privathund einer Polizistin fügte einem flüchtenden Ladendieb (16) eine schlimme Bisswunde zu. Nun muss sie für den Schaden haften.

Die Kantonspolizistin (32) war am Dienstag privat mit ihrer Schäferhündin in einem Einkaufszentrum in Schlieren unterwegs. Sie beobachtete dort einen Jugendlichen, der zwei Haarpflegeprodukte mitlaufen liess.

Die 32-Jährige hielt den Übeltäter an und gab sich als Polizistin zu erkennen. Doch der 16-Jährige riss sich los und flüchtete. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd konnte die Polizistin den Übeltäter stellen und drückte ihn zu Boden. Als der Ladendieb sich heftig zur Wehr setzte und um sich schlug, eilte die Hündin ihrem Frauchen zu Hilfe und biss den Jugendlichen in den Oberschenkel. Der aus Italien stammende Berufsschüler musste die Wunde nach seiner Verhaftung im Spital behandeln lassen.

Grundsätzlich darf ein Polizist einen Diensthund auf einen Täter hetzen, nachdem er diesen gewarnt hat. Was aber, wenn ein Privathund zubeisst? «Dann kommt wie bei jedem anderen Hundebiss die Privathaftpflicht des Halters zum Zug», so eine Kaposprecherin.

Daniel Zumoberhaus

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