Aktualisiert 16.03.2020 17:48

Luzern

Kantonsspital wechselt ab sofort in Notfallbetrieb

Um mehr Ressourcen für Corona-Fälle zur Verfügung zu haben, werden am Luzerner Kantonalsspital alle nicht dringlichen Eingriffe gestoppt und Intensivplätze geschaffen.

von
nke

Der Krisenstab des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) geht davon aus, dass die Zahl der Corona-Patienten, die hospitalisiert werden müssen, in den nächsten Wochen stark ansteigt. Die möglichst gute Bewältigung dieser Pandemie verlange von den Spitälern einen gezielten Umgang mit den personellen sowie infrastrukturellen Ressourcen über eine lange Zeit, teilt das LUKS mit.

Daher beschloss der im Rahmen des Krisenstabs eingesetzte Sonderstab Pandemie, dass das LUKS an allen Standorten ab Dienstag vom Regel- in den Notfallbetrieb wechseln. Zu den Massnahmen gehört eine Reduktion von Operationssälen und Ambulatorien sowie der allmählichen Erhöhung von Intensivplätzen.

Um die nötige Ressourcen im Ärzte- und Pflegebereich zu schaffen, sollen grundsätzlich keine nicht dringlichen Eingriffe durchgeführt werden. Ausnahmen seien Notfälle und dringliche Operationen, welche nach medizinischen Kriterien individuell zu bestimmen seien.

Die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung soll so weiterhin sichergestellt werden. Die betroffenen Patienten werden nach Angaben des LUKS einzeln informiert und je nach Kapazität aufgeboten.

Fehler gefunden?Jetzt melden.