Aktualisiert 08.03.2004 22:31

Kanutragödie vor Gericht

Fast 50 Minuten lang dauerte der Todeskampf von Rocco D.: Von Gümmenen bis zum Stauwehr Niederried trieb er auf der Saane und der Aare. In panischer Angst klammerte er sich dabei an sein gekentertes Kanu. «Ich kann nicht schwimmen», schrie er den Leuten am Ufer zu. Beim Stauwehr warfen ihm Helfer ein Seil entgegen. Doch der 52-jährige Familienvater kriegte es nur kurz zu fassen, bevor er unter der Schleuse ertrank.

Seit gestern stehen zwei Bootsführer und ihr Chef wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Sie hatten den Kanu-Firmenausflug im Juni 2001 bei reissender Strömung und Kälte durchgeführt. Dass Rocco D. Nichtschwimmer war und ein mulmiges Gefühl hatte, sei ihnen nicht aufgefallen, behaupten die Guides.

(mar)

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