Schiffsunglück : Kapitän suspendiert - Tote identifiziert
Aktualisiert

Schiffsunglück Kapitän suspendiert - Tote identifiziert

Der Kapitän der «Costa Concordia» ist zwar aus der Haft entlassen, gemütlich ist seine Lage aber weiterhin nicht. Derweil sind die zwei Toten aus Frankreich identifiziert worden.

Die Reederei Costa Crociere hat den Kapitän der «Costa Concordia», Francesco Schettino, mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Das Unternehmen aus Genua werde den Kapitän auch nicht verteidigen, sagte Costa-Anwalt Marco De Luca am Donnerstag in Grosseto.

Costa Crociere sehe sich nach dem Schiffbruch selbst als geschädigt an, sagte der Anwalt gemäss der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Neben der menschlichen Tragödie sei dem Unternehmen erheblicher Schaden zugefügt worden.

Zivilpartei (Nebenkläger) könne man aber erst in einem Prozess sein. Schettino wird mehrfache fahrlässige Körperverletzung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung vorgeworfen.

«Ich bin stolz auf Schettino»

Zwei weitere Todesopfer identifiziert

Die italienischen Behörden haben indes zwei weitere Todesopfer der Havarie des Kreuzfahrtschiffs identifiziert. Bei den Toten handele es sich um einen Mann und eine Frau, beide seien Passagiere aus Frankreich, erklärte der Krisenstab in Grosetto.

Taucher in der Costa Concordia

Seit dem Unglück am Freitag wurden elf Todesopfer bestätigt, bisher sind allerdings erst drei offiziell identifiziert. Bei dem dritten handelte es sich um ein ungarisches Besatzungsmitglied. Taucher nahmen am Donnerstag die Suche nach 21 Vermissten wieder auf. (sda)

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