Finanzkrise: Kapitalspritze von Warren Buffet
Aktualisiert

FinanzkriseKapitalspritze von Warren Buffet

Die US-Investmentbank Goldman Sachs verschafft sich wegen ihrer Probleme durch die Finanzkrise eine Kapitalspritze von 7,5 Milliarden Dollar. Der Multimilliardär Warren Buffet steigt mit mindestens fünf Milliarden Dollar bei der Investmentbank Goldman Sachs ein.

Ein Optionsgeschäft sichert seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway zudem die Möglichkeit, in den nächsten fünf Jahren weitere Aktien im Wert von fünf Milliarden Dollar zu einem Festpreis zu kaufen. Weitere 2,5 Milliarden Dollar will das Finanzhaus über die Ausgabe von Stammaktien in die Kasse holen. Analysten beurteilten das Engagement als ermutigende Vertrauensbekundung für den gebeutelten US-Finanzmarkt.

Buffet teilte am Dienstag mit, die Bank habe weiter das intellektuelle und finanzielle Kapital, um überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen. Buffet, einer der reichsten Menschen der Welt, ist dafür bekannt, erfolgreich in unterbewertete Unternehmen zu investieren. Die Bekanntgabe der Kapitalspritze für die Investmentbank kam nur einen Tag, nachdem die Notenbank Fed der Umwandlung in eine Geschäftsbank zugestimmt hatte, womit sich Goldman leichter bei den Zentralbanken Geld leihen kann.

Berkshire wird für fünf Milliarden Dollar Vorzugsaktien der Investmentbank mit einer festen Dividende von zehn Prozent erwerben, wie Goldman mitteilte. Berkshire wird auch eine fünf Jahre lang gültige Option erhalten, normale Aktien im Wert von fünf Milliarden Dollar zum Preis von je 115 Dollar zu kaufen. Goldmans Aktie hatte am Dienstag bei 125,05 Dollar geschlossen. Goldman erklärte ausserdem, über die Ausgabe neuer Aktien bis zu 2,5 Milliarden Dollar frisches Kapital einwerben zu wollen. Berkshire hatte nach letzten Pflichtmitteilungen ein Fondsvolumen von 278 Milliarden Dollar.

(SDA/AP)

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