Elektronische Beweissicherung - Kapo Bern schaltet die Bodycams ein
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Elektronische Beweissicherung Kapo Bern schaltet die Bodycams ein

Am Wochenende startet die Kantonspolizei Bern ihren Pilotversuch mit Beweissicherungskameras , die am Körper getragen werden. Gemäss Kapo sollen so Straftaten besser dokumentiert werden.

von
Christian Holzer
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Solche Bodycams setzt die Kapo Bern im Rahmen eines Pilotversuchs ein.

Solche Bodycams setzt die Kapo Bern im Rahmen eines Pilotversuchs ein.

Kapo Bern
32 Beweissicherungskameras wurden dafür angeschafft.

32 Beweissicherungskameras wurden dafür angeschafft.

Getty Images/iStockphoto
Sie werden auf dem gesamten Kantonsgebiet zum Einsatz kommen.

Sie werden auf dem gesamten Kantonsgebiet zum Einsatz kommen.

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Darum gehts

  • Die Berner Polizei startet am Wochenende einen Pilotversuch mit Bodycams.

  • Polizistinnen und Polizisten werden die Linsen am Körper tragen und bei Bedarf die Kamera einschalten.

  • 32 Kameras hat die Kapo für den Versuch beschafft.

  • Gemäss Kapo sollen auf diese Weise Straftaten besser dokumentiert werden.

Die Kantonspolizei Bern spielt mit dem Gedanken, ihre uniformierten Angestellten mit Bodycams auszustatten. Aus diesem Grund startet sie am Wochenende einen Pilotversuch mit 32 sogenannter «Beweissicherungskameras»: «Diese werden nun im Rahmen der sicherheitspolizeilichen Elemente im gesamten Kanton getragen», so Kapo-Sprecher Christoph Gnägi. Die Kapo erhofft sich davon, Straftaten in Zukunft besser zu dokumentieren und die Strafverfolgung effizienter zu gestalten.

Gemäss Kapo werden die Bodycams von den Polizistinnen und Polizisten manuell eingeschaltet, wenn eine Straftat unmittelbar bevorsteht oder bereits begangen wurde. «Dies bedeutet, dass die Kameras nicht permanent und systematisch eingeschaltet sind, sondern nur dann, wenn die Voraussetzungen gegeben sind», so Gnägi. An Kundgebungen oder präventiven Einsätzen sei die Anwendung der neuen Kameras nicht vorgesehen.

Kameras schon lange im Einsatz

Die Kantonspolizei Bern setzt für die Dokumentation von Straftaten bereits seit Längerem auf Kameras zur Beweissicherung. Gut sichtbar ist dies etwa bei Kundgebungen, wo oft Polizisten oder Polizistinnen mit Camcordern in den Händen den Demoumzug filmen. Neu ist, dass die Polizistinnen und Polizisten die Kameras direkt am Körper tragen. Gnägi: «Vor dem Start des Pilotversuchs wurde der Datenschützer des Kantons Bern konsultiert.»

Polizeiverbände dagegen

Der Einsatz von Bodycams bei Angehörigen der Polizeikorps ist umstritten. So haben sich etwa auch die Polizeiverbände dagegen positioniert. Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) befürchtet, dass «das Wohlbefinden sowie die psychische Gesundheit und somit die Effizienz des Personals beeinträchtigr» werden könnte. Weiter argumentiert er, dass die Aufzeichnung durch Bodycams keinen hundertprozentigen Beweis der Tatumstände garantiere und, dass das bestehende Vertrauen in die Polizei dadurch Schaden nehmen könne.

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