«Kuriose Szenen» - Kapo Bern tickert ihre Samstagnacht live auf Twitter
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«Kuriose Szenen»Kapo Bern tickert ihre Samstagnacht live auf Twitter

Was erleben Polizisten eigentlich alles in einer Ausgangs-Nacht? Die Kantonspolizei Bern erlaubte am Wochenende einen Blick hinter die Kulissen.

von
Zoé Stoller
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In der Sonntagsnacht teilte die Kantonspolizei Bern Meldungen und Einsätze auf Twitter.

In der Sonntagsnacht teilte die Kantonspolizei Bern Meldungen und Einsätze auf Twitter.

Twitter / Kantonspolizei Bern
Damit wollte sie die Menschen auf Gewalttätigkeiten am Wochenende sensibilisieren.

Damit wollte sie die Menschen auf Gewalttätigkeiten am Wochenende sensibilisieren.

Instagram / Kantonspolizei Bern
Gewalt im öffentlichen Raum ist seit einigen Jahren der Schwerpunkt der Kapo.

Gewalt im öffentlichen Raum ist seit einigen Jahren der Schwerpunkt der Kapo.

Instagram / Kantonspolizei Bern

Darum gehts

  • Am Wochenende kommt es sehr oft zu Auseinandersetzungen, die Polizeieinsätze mit sich führen.

  • In der Nacht auf Sonntag tickerte die Kapo Bern ihre Einsätze live mit.

  • Auf Twitter schreibt sie über Schlägereien, ungebetene Partygäste und einen Mann, der auf einem Auto herumsprang.

«Kuriose Szenen wurden aus Lyssach gemeldet: Ein Autolenker gibt an, dass ihm ein Mann wiederholt auf die Motorhaube gesprungen sei. Eine Patrouille vor Ort versucht aktuell herauszufinden, was passiert ist», schreibt die Kantonspolizei Bern am Samstag um 23.00 Uhr auf Twitter. Was hat es damit auf sich?

Viele Probleme am Wochenende

Seit mehreren Jahren hat die Kapo den Schwerpunkt «Gewalt im öffentlichen Raum» gesetzt. Sowohl Kriminalstatistiken als auch Sicherheitsbefragungen haben nämlich ergeben, dass es besonders an den Wochenenden zu vielen Auseinandersetzungen und Problemen kommt. Die Kapo hat deshalb von Freitagabend bis Sonntagmorgen ihre Präsenz in der Stadt verstärkt. Ausserdem hat sie verschiedene Präventionsmassnahmen gestartet. Eine davon ist das Live-Tickern der Ereignisse auf Twitter.

«Ein nicht eingeladener Gast sorgte an einem Fest im Raum Ostermundigen für Unruhe. Unsere Patrouillen konnten den stark alkoholisierten Mann anhalten und nehmen ihn nun mit auf eine Wache», heisst es – schon um 18.50 Uhr am Samstagabend.

Die Verantworltichen der Polizei posten ab 18 Uhr regelmässig Meldungen, die bei den Einsatzzentralen eingehen oder vor Ort angetroffen werden. «Das sind aber nicht alle, wir beschränkten uns auf Ereignisse zum Thema Gewalt im öffentlichen Raum», sagt Kommunikations-Chefin Daniela Sigrist zu 20 Minuten. «Denn an einem Wochenende kommen im Durchschnitt 850 Meldungen herein.» Sie hält fest, dass die Anzahl der Meldungen keine Aussage über die Schwere der Fälle und den zeitlichen Aufwand zulassen.

«Damit wollten wir der Öffentlichkeit zeigen, was sich in einer Wochenendnacht ereignet und welche Probleme auftreten können», sagt Sigrist weiter. «Diese Massnahme gehört zu unserer Schwerpunktkampagne. Wir wollen mit einem Blick hinter die Kulisse Menschen für solche Vorfälle sensibilisieren.» Unter anderem markiere die Kapo verstärkt Präsenz und mache mit Gewaltprävention in Schulen auf Gefahren aufmerksam.

Geworfene Trottis und zerbrochene Freundschaften

Und sorgt mit Tweets für Sensibilisierung. Wie zum Beispiel mit diesem: «Die Nacht wird langsam zum frühen Morgen. Zu gewissen Einsätzen werden sich die Abklärungen noch hinziehen. Etwa zu den Ereignissen, bei denen eine Frau in Bern am Kopf verletzt wurde. Oder warum in Nidau ein Trottinett gegen ein Auto geworfen wurde ...»

«Während sich die Clubs und Strassen langsam leeren, steigt bei anderen der Alkoholpegel», schreibt die Kapo kurz nach 3.30 Uhr. «Das führt zunehmend zu erhitzten Gemütern … Wir hoffen, dass sich kurzfristig zerbrochene Freundschaften mit klarem Kopf wieder kitten lassen.»

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