«Die eine Sekunde»: Kapo drehte eigenen «Actionfilm»
Aktualisiert

«Die eine Sekunde»Kapo drehte eigenen «Actionfilm»

Die peinlichen Werbespots sind Geschichte: Ein 14-minütiger, aufwändig produzierter Actionstreifen der Kantonspolizei Zürich soll helfen, neue Polizisten zu rekrutieren. Es wird dick aufgetragen.

von
Marco Lüssi

Fünf Geschichten aus dem Polizeialltag, gewürzt mit viel Action: Dies zeigt ein aufwändiger neuer Film, den die Kapo über ihre Arbeit drehte. Der Streifen soll bei der Nachwuchssuche helfen.

Nach vielen erfolglosen Observationen von Tankstellenshops erwischt ein Fahnder den brutalen Serienräuber in flagranti und verhaftet ihn nach einem Schusswechsel. Die Suche nach einem Vermissten endet mit einem Happy End, als Beamte ihn lebend in einem Waldstück finden. Eine Polizistin stellt fest, dass der Verdacht eines Lehrers berechtigt ist, dass es sich beim Mann, der einem Schüler regelmässig bei den Hausaufgaben hilft, um einen Pädophilen handelt.

Diese und weitere Episoden erzählt der knapp 200 000 Franken teure, 14 Minuten lange neue Imagefilm der Kapo. Das Werk stelle die Polizeiarbeit authentisch dar, alles beruhe auf wahren Ereignissen, sagt Kapo-Informationschef Marcel Strebel. «Mit dem Film richten wir uns an alle, die mehr über die Kapo erfahren wollen – vor allem aber an junge, motivierte Menschen, die sich für die Polizeiausbildung interessieren.» Noch 2008 erntete die Kapo für ihre betont dynamischen TV-Spots viel Spott. Mit dem neuen Streifen habe sie sich klar verbessert, findet Filmkritiker Mohan Mani. Zwar werde – ganz im Stil der Soaps deutscher Privatsender – etwas dick aufgetragen. «Doch dieser Film ist nicht mehr peinlich wie frühere Produktionen der Polizei.»

Stapo twittert sämtliche Einsätze

Die Stadtpolizei Zürich wird am Freitag und Samstag während 24 Stunden in Echtzeit über sämtliche ihrer Einsätze ­berichten – und zwar über den Kurznachrichtendienst Twitter. Neben spektakulären Fällen sollen so auch jene Einsätze gezeigt werden, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen, teilte die Stapo mit. So wolle man ein authentisches Bild der Polizeiarbeit vermitteln. Die Twitter-Live-­Berichterstattung beginnt am

2. Dezember um 6.30 Uhr.

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