«Zämeläbe»: Kapo-Kurzfilme sind Renner im Netz
Aktualisiert

«Zämeläbe»Kapo-Kurzfilme sind Renner im Netz

Die Polizei Kanton Solothurn veröffentlicht Kurzfilme via Internet - mit Erfolg: Die ersten beiden Clips wurden rund 90'000 mal angeschaut. Nun folgt der dritte Streich.

von
meo

Im dritten Film «Zämeläbe» stellt die Solothurner Kantonspolizei die verschiedensten Anliegen und Bedürfnisse der Bürger ins Zentrum. «Der Film soll ein Stück Alltag zeigen», sagt Andreas Mock, Medienchef der Polizei Kanton Solothurn. Er widme sich ungeschminkt dem Thema «Lokale Sicherheit» in seiner ganzen Breite. Der neuste Teil der Kapo-Serie dauert rund 10 Minuten und wurde im Stil eines Dokfilms produziert. «Zämeläbe ist bewusst anders als die bisherigen Filme», sagt Kapo-Kommandant Thomas Zuber. Man habe der Bevölkerung eine Stimme geben wollen, um so zu Diskussionen anzuregen.

«Ich fühle mich erst genommen.»

So nehmen denn die Bürger auch engagiert Stellung zu Themen wie Einbruch, Drogenhandel, Littering oder Vandalismus. «Ich finde es gut, wenn auch wirklich Betroffene zu Wort kommen», sagt Max Lisser, Präsident vom Sportclub Derendingen. Man fühle sich ernst genommen. «Ob sich wegen meinem Auftritt im Film etwas ändert, bin ich mir aber nicht so sicher», so Lisser.

«Der Film soll die Sicht der Bevölkerung beleuchten und dabei die bürgernahe Arbeit der Polizei zeigen», sagt Kommandant Zuber. Gerade das Thema Lokale Sicherheit umfasse einen sehr grossen Teil der täglichen Polizeiarbeit.

90'000 Views in einem halben Jahr

«Zämeläbe» ist der dritte von insgesamt vier Filmen, welche die Solothurner Polizei zusammen mit einer Filmagentur umsetzt. Das Budget für die vierteilige Serie beträgt rund 95'000 Franken. Die ersten beiden Clips wurden innerhalb eines halben Jahres, etwa via Youtube, Facebook oder Online-Videoportale, rund 90'000 angeschaut. «Mit solch positiven Zahlen hat hier niemand gerechnet», sagt Polizeisprecher Mock. Optimistische Schätzungen seien von 40'000 Clicks pro Film, jedoch während einem ganzen Jahr ausgegangen.

Nicht überrascht vom Online-Erfolg der Solothurner Polizei-Filme ist Werbefachfrau Barbara Trachsel, CEO der Werbeagentur Republica: «Stimmt der Inhalt, geht die Verbreitung im Netz rasend schnell - dazu braucht es kein riesiges Budget, nur die Idee zählt.»

Deine Meinung