Aktualisiert 23.06.2019 08:27

Pannenserie bei der Swiss

Kaputter Flieger ersetzt kaputten Flieger

Wegen eines Defekts musste ein Airbus A320 der Swiss auf dem Weg nach Amsterdam umkehren. Die Ersatzmaschine war auch nicht besser.

von
chk
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Pannenflieger ersetzt kaputte Maschine: Ein Airbus A320 der Swiss beim Landeanflug in Zürich. (Archivbild)

Pannenflieger ersetzt kaputte Maschine: Ein Airbus A320 der Swiss beim Landeanflug in Zürich. (Archivbild)

Keystone/Christian Merz
Bei einem Swiss-Flug von Oslo nach Zürich funktionierten ein Hydrauliksystem und das Fahrwerk nicht mehr.

Bei einem Swiss-Flug von Oslo nach Zürich funktionierten ein Hydrauliksystem und das Fahrwerk nicht mehr.

Keystone/Christian Merz
Nach der sicheren Landung seien sich die Flightattendants in den Armen gelegen. (Archivbild)

Nach der sicheren Landung seien sich die Flightattendants in den Armen gelegen. (Archivbild)

Keystone/Christian Beutler

Bange Minuten für die Passagiere eines Swiss-Flugs von Oslo nach Zürich: Am 9. Juni stieg eines von drei Hydrauliksystemen aus, so dass mehrere Bremsklappen an den Tragflächen nicht mehr funktionierten, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Das Fahrwerk habe der Pilot sogar manuell ausklappen müssen.

Auf dem Flughafen Kloten haben laut der Zeitung bereits Feuerwehr und Ambulanz gewartet. Die Feuerwehrleute hätten zuerst überprüfen müssen, ob Hydraulikflüssigkeit auslaufe und eventuell auf die heissen Bremsen tropfe. Das könne laut der Zeitung das Flugzeug in einen Feuerball verwandeln. Nach der Entwarnung seien sich die Flightattendants in den Armen gelegen und der Pilot habe laut «SonntagsBlick» verunsicherten Passagieren ein Gespräch angeboten.

Hydrauliksysteme sind redundant

Was sie nicht wussten: Dieser Airbus A320 hat einen anderen Pannenflieger ersetzt, weil dieser auf dem Weg von Zürich nach Amsterdam wegen eines kaputten Belüftungsventils umkehren musste. Die Swiss bestätigt in einer Stellungnahme die Probleme.

Sie schreibt zudem, dass die Hydrauliksysteme im A320 grundsätzlich redundant seien. «Damit ist auch bei einer Beeinträchtigung eines Systems die Flugtüchtigkeit des Flugzeugs jederzeit gewährleistet. Somit bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Passagiere und Crew». Die Landung in Zürich sei sicher erfolgt. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) spricht laut Bericht von sicherheitsrelevanten Ereignissen.

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