Rose McGowan als Linda Lovelace: Karrieresprung dank Porno-Rolle?

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Rose McGowan als Linda LovelaceKarrieresprung dank Porno-Rolle?

Wenn es klappt, macht diese Rolle sie endgültig zum Hollywood-Star: Rose McGowan soll in «Inferno» Linda Lovelace spielen. Die Porno-Aktrice machte mit «Deep Throat» Sexfilme salonfähig.

Brian Grazer ist in Hollywood ein mächtiger Mann. Der Produzent, der TV-Serien wie «24» und Filme wie «A Beautiful Mind» oder «How the Grinch Stole Christmas» realisiert hat, hat ein neues Projekt am Start: Er will das Leben von Linda Lovelace verfilmen. Der Streifen über die Darstellerin in dem inzwischen legendären 70er-Jahre-Fummelfim «Deep Throat» soll seinerseits «Inferno» heissen.

Bill Pullman soll darin «Playboy»-Gründer Hugh Hefner spielen. Lovelaces Gatte Chuck Tryanor wird von Josh Lucas (war auch in «A Beautiful Mind» mit dabei)dargestellt. Für Lindas Rolle ist laut US-Sender «Fox» Rose McGowan im Gespräch: Die gebürtige Italienerin ist Serienfans durch «Charmed» und «Nip/Tuck» ein Begriff, war aber auch schon in diversen Kinofilmen wie «Scream», «Death Proof» oder «Grindhouse» zu sehen.

«Diese Rolle könnte Rose McGowan zum A-Promi-Schauspielerin machen»

Letzterer Streifen endete für die Ex von Marilyn Manson in einer Kurz-Liaison mit Regisseur Robert Rodriguez. Seit die vorbei ist, hat sich McGowan in Dreharbeiten zu neuen «Nip/Tuck»-Folgen gestürzt. Für einen versierten US-Blogger steht fest: «Wenn [Brian Grazer] sein beachtliches Gewicht für diesen Film einsetzt, stehen die Chancen gut, dass er realisiert und ein Hit wird. Diese Rolle könnte Rose McGowan zum A-Promi-Schauspielerin machen, wenn sie sie ergattert.»

Der Stoff für «Inferno» hat es ohnehin in sich, denn das Leben von Linda Lovelace war bewegt und kontrovers. Sie war die Hauptdarstellerin in «Deep Throat» von 1972: Der Pornofilm wurde ein Kassenschlager und begründete einen Boom, in dessen Verlauf sich die Erotikbranche von der Schmuddelecke in die klassischen Kinos spielte. Die Billigproduktion kostete gerade mal 22'500 Dollar, spielte gleichzeitig aber zwischen 100 und 600 Millionen Dollar ein.

Kassenschlager «Deep Throat»

Wenn Sie sich wundern, warum die Einspielspanne so gross ist: Das hat die US-Bundespolizei FBI auch getan. Sowohl die Produktionskosten als auch die Lichtspielhäuser, in denen der Film gezeigt wurde, sollen fest im Griff der Mafia gewesen sein, die auf diesem Weg angeblich schmutziges Geld gewaschen hat. Doch selbst beim niedrigsten Gewinn ist «Deep Throat» ein Meilenstein: «Titanic» etwa spielte pro investierten Dollar «nur» das Zehnfache ein.

Lovelace drehte nach «Deep Throat» erst nur noch Softpornos, bis sie schliesslich sogar begann, gegen die Branche anzutreten. 1986 sagte sie im Alter von 37 Jahren vor einem Ausschuss des US-Kongresses aus, der sich mit Pornographie beschäftigte und hielt kritische Vorträge zum Thema. Sie starb am 22. April 2002 mit 53 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

(phi)

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