KarstadtQuelle: 77 Kaufhäuser weniger
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KarstadtQuelle: 77 Kaufhäuser weniger

Der KarstadtQuelle-Konzern will sich von 77 kleineren Warenhäusern trennen. Diese Häuser sollen zunächst in eine neue Gesellschaft überführt und möglichst bald an einen Investor verkauft werden.

Betroffen sind ausschliesslich Häuser mit einer Verkaufsfläche von weniger als 8.000 Quadratmetern. Zu einem geplanten Stellenabbau äusserte sich der Konzern zunächst nicht. Ausserdem sollen die Fachhandelsketten SinnLeffers, Wehmeyer, Runners Point und Golf House abgegeben werden.

KarstadtQuelle-Vorstandschef Christoph Achenbach erklärte in einem vorab verbreiteten Redetext weiter, «es ist uns gelungen, einen für unseren Konzern historischen Solidarpakt zwischen Management, Belegschaft, Anteilseignern und Banken zu schmieden». Dieser sehe unter anderem einen Gehaltsverzicht des Managements, teilweisen Urlaubsverzicht und Reduktion von Sozialleistungen bei der Belegschaft sowie einen Dividendenverzicht und eine Kapitalerhöhung der Anteilseigner vor.

In diesem Jahr erwartet der Konzern auf Grund der Neuausrichtung und Sanierung des Unternehmens einen Betriebsverlust (EBTA) von rund 1,3 Milliarden Euro. KarstadtQuelle geht nach eigenen Angaben zudem von einem Umsatzrückgang von 4,5 bis 5 Prozent in diesem Geschäftsjahr aus. (dapd)

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